Von: Harald von Fehr - UT-UD [harald.von-fehr@tierschutz-union.de]
Gesendet: Dienstag, 29. November 2005 23:07
An: 'TMSFG Paar, G.'
Betreff: AW: Gespenst - Vogelgrippe

Wichtigkeit: Hoch

Kennzeichnung: Zur Nachverfolgung
Kennzeichnungsstatus: Lila

Sehr geehrter Herr Dr. Paar,

erst einmal vielen Dank, daß Sie mich zu diesem Thema ansprechen.

Ehe ich mich weiter zu dieser Panikmache äußere, hätte ich sehr gern gewußt, ob sie den Anhang meiner Mail einsehen konnten.

Wenn dem nicht so ist, bin ich gern bereit, diese Ihnen nochmals zuzusenden.

Sollten Sie jedoch den Anhang gelesen haben, kann ich Ihre Reaktion dazu ganz und gar nicht verstehen.

Was hier namhafte Wissenschaftler klar belegen, werden doch wohl auch Sie nicht leugnen wollen.

Wie war es denn bei BSE oder MKS.

Die Panikmache und die damit beabsichtliche Verunsicherung der Verbraucher, das Töten vieler unschuldiger Tiere hatte Ausmaße angenommen, die mit nichts zu rechtfertigen waren. Und genau das soll mit einer angeblichen Vogelgrippe, die es überhaupt nicht gibt, wieder bewirkt werden. Wie furchtbar gefährlich diese angebliche „Vogelgrippe“ ist, belegt die Tatsache, daß bisher wohl ca 60 Menschen daran starben. 60 Todesfälle in einem Land mit ca 1,4 Milliarden Bürgen.

Das wäre im Vergleich z.B. mit Deutschland mit seinen ca 80 Millionen Bürgern eine völlig zu vernachlässigende Größe (3,4 Bürger), zumal in Asien lediglich nur die Menschen gestorben sind (jedoch nicht an einer Vogelgrippe) die ehe schon ein geschwächtes Immunsystem hatten und förmlich das Geflügel, was mit der sogenannten „Papageienkrankheit“ belastet war, in sich aufgesogen hatten.

Werden wir jetzt sämtliche Kraftfahrzeuge abschaffen, da ja die Zahl der Verkehrstoten auf unseren Straßen die Gefährdung unserer Einwohner um ein Vielfaches übersteigt?

Wer hier nicht von einer völlig unberechtigten Panikmache sprechen kann, hat sich mit dieser Problematik bisher noch nicht intensiv genug beschäftigt.

Sie sprechen den Tierschutz an und wissen, daß ich da ein unbeirrbarer Kämpfer bin.

Doch ich kann es keinesfalls billigen, daß aus reiner Panikmache alle Freihaltungen von Geflügel zur Einstallung gezwungen werden, ja bereits deshalb schon viele Tierhalter ihre Tiere schlachteten, obwohl dazu überhaupt keine Notwendigkeit bestand.

Ja, dabei sind unsere Veterinärämter, die bei nichtartgerechten Tierhaltungen eher wegsehen, sehr konsequent.

Warum ist das wohl so? Weil ihnen die Politiker, die mit der Erfindung der Vogelgrippe so schön von ihren Problemen als Vertreter des Volkes ablenken wollen, ihnen die notwendige Rückendeckung geben.

Bei ansonsten tierwidrigen Haltungen haben sie doch nur unser Tierschutzgesetz als Machtfaktor und das reicht anscheinend bei Weitem nicht aus. Wie uns auch die fast täglichen Anzeigen in ihrer Bearbeitung zeigen.

Ich kann weiterhin nicht akzeptieren, daß aus übertriebener Vorsicht, wie z.B. in Niedersachsen und wer weiß wo noch, Wildenten zum Abschuß freigegeben wurden. Daß weiterhin bereits – und das nur in Thüringen, 16 mobile Anlagen angeschafft wurden, die imstande sind, in einer Stunde 400 Tiere zu vergasen!

Ist das etwa Tierschutz?

Sie sprechen weiter von „kontraproduktiv“ – ja gegen wen und was, wenn ich da fragen darf?

Kontraproduktiv gegen Diejenigen, die diese Vogelgrippe herbeireden und damit ihre ureigenen Interessen verteidigen wollen – oder gegen wen – kontraproduktiv?

Oder wollen Sie etwa behaupten gegen den Tierschutz?

Da könnte ich ihnen ausreichend Argumente liefern, die hier dagegensprechen.   

Anscheinend haben wir auch schon wieder zuviel Geflügel, daß mit aller Macht versucht wird, hier die Preise hoch zu halten?

So wie es beim Rindfleisch war!

Ist es der konventionellen Geflügelindustrie ein Dorn im Auge, daß immer mehr ökologische Landwirte zu einer artgerechten Tierhaltung übergehen? Sperrt man deshalb jetzt die Tiere ein, um dann zu sagen, daß es auch nur Stallgeflügel ist?

Oder wie soll ich diese ganzen Maßnahmen verstehen? Oder glauben Sie allen Ernstes, Herr Dr. Paar, daß einfliegende Zugvögel uns die erfundenen Grippeviren einer Vogelgrippe, die bisher noch kein Wissenschaftler wirklich nachweisen konnte, ins Land bringen und somit Vögel und Menschen gefährdet sind?

Ich persönlich kann Ihren Standpunkt verstehen, da Sie ja keinesfalls offiziell zugeben dürfen, daß es diese angebliche „Vogelgrippe“ überhaupt nicht gibt.

Daß es eine solche Grippe, die über Zugvögel angeblich eingeschleppt würde, nie geben kann, wie Virologen eindeutig erklären.

Doch bitte lesen Sie das Interview der FAKTuell-Redaktion mit dem renommierten Virologen Herrn Dr. rer. Nat. Stefan Lanka.

Urteilen Sie dann selbst.

Mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter

der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands

 

 


Von: TMSFG Paar, G. [mailto:PaarG@tmsfg.thueringen.de]
Gesendet: Dienstag, 29. November 2005 08:18
An: 'harald.von-fehr@tierschutz-union.de'
Betreff: WG: Gespenst - Vogelgrippe
Wichtigkeit: Hoch

 

Sehr geehrter Herr von Fehr,
ich habe Ihre E-Mail erhalten. Ich wollte mich eigentlich dazu gar nicht äußern, aber diese Verharmlosung zum Thema Vogelgrippe ist grundlegend falsch, irreführend und auch kontraproduktiv. Die eingeleiteten Vorsorgemaßnahmen haben nämlich nicht nur das Ziel, die menschliche Gesundheit zu schützen, sie sollen auch Infektionen der Geflügelbestände verhindern, damit diese nicht im positiven Fall getötet werden müssen. Auch das ist Tierschutz.

Ich erspare mir alle weiteren Ausführungen, um die tatsächliche Gefahr, die von einem hochpathogenem Influenza-Virus ausgeht, mit wissenschaftlichen Ergebnissen zu belegen. Ich kann nur appellieren, nicht die "Vogel-Strauß-Methode" (Kopf in den Sand) zu wählen und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu unterlaufen, sondern die Bürger und vor allem die Tierhalter über das bestehende Infektionsrisiko und die Auswirkungen einer Infektion aufzuklären. Das wäre, soweit es die Auswirkungen auf Tiere betrifft, echter Tierschutz.

Mit freundlichen Grüßen
G. Paar

Dr. Gisbert Paar
Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Werner-Seelenbinder-Str. 6
99096 Erfurt

Tel.: 0361/3798530
Fax: 0361/3798850
e-mail: PaarG@tmsfg.thueringen.de
 

 

 -----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:    TMSFG Werner, A. 
Gesendet:       Dienstag, 29. November 2005 07:34
An:     TMSFG Paar, G.
Betreff:        WG: Gespenst - Vogelgrippe
Wichtigkeit:    Hoch

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: TMSFG VZ AL5
Gesendet: Dienstag, 29. November 2005 06:49
An: TMSFG Werner, A.
Betreff: WG: Gespenst - Vogelgrippe
Wichtigkeit: Hoch

 

 -----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:    TMSFG Poststelle 
Gesendet:       Dienstag, 29. November 2005 06:47
An:     TMSFG VZ AL5
Betreff:        WG: Gespenst - Vogelgrippe
Wichtigkeit:    Hoch

 

 -----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:    Harald von Fehr - UT-UD [mailto:harald.von-fehr@tierschutz-union.de]
Gesendet:       Montag, 28. November 2005 21:52
An:     Harald von Fehr - UT-UD
Betreff:        Gespenst - Vogelgrippe
Wichtigkeit:    Hoch

<<Unbenannte Anlage>> <<November 2005 www Vogelgrippe und die Hysterie.doc>>