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Zum Ende der Seite springen Bedingungsloses Grundeinkommen - nochmal von vorn
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Poet Poet ist männlich


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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
Ich reduziere es doch nicht darauf, aber ich kann auch nichts Negatives daran entdecken, wenn man seinen Partner unterstützt und mit ihm teilt.


Einverstanden, aber...
...nicht auf einer staatlich verordneten Ebene.
Ich will das täglich neu entscheiden können - meine Partnerin ebenfalls.
Wie gesagt, ich lebe in keiner (wirtschaftlichen) Bedarfsgemeinschaft.
Und wenn einer der Partner morgen die Beziehung als beendet ansieht,
dann soll er/sie nicht die "Wirtschaftliche Abhängigkeit/Bindung" als Ausrede nutzen (können), die "Bedarfsgemeinschaft" aufrecht zu erhalten.

Zitat:
Original von Roland
Ich bin skeptisch, ob das wirklich funktionieren kann. Ein so hoher MW-Satz fördert doch den Schwarzmarkt und Tauschhandel, im Extremfall in solch einem Maß, dass für die gewerblichen Anbieter nur noch wenig Luft bleibt.


Wie kommst Du darauf?
Wenn die MWSt. als einzige Steuer erhoben wird, die Sozialleistungen mit dm BGE-Anteil von 200€ abgegolten sind, dann ist die Steuerbelastung auf Arbeitskraft und Produktion nicht höher als zur Zeit.
Götz Werner hat das (irgendwo - bei Bedarf googeln) sehr plausibel vorgerechnet.

Zugegeben, als ich diese Forderung ohne Hintergrundwissen (Nur MwSt) damals gelesen hatte, habe ich sie auch spontan abgelehnt. Aber man lernt ja dazu, wenn man Argumentationen und Hintergründe intensiv und ohne Scheuklappen nachschlägt.

Wie gesagt: Wissen hat keinen finalen Aspekt großes Grinsen

Beste Grüße
DerPoet

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09.09.2008 12:10 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler .. bedingungslos - hatten wir das nicht! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ralf,

jetzt sind wir wieder beim Geldsystem und dem Zinseszins. Das ist eigentlich ein anderes Thema. Das Problem der Geldmengenerhöhung hatte ich ja im Thread "Das Zinseszinsproblem und die Inflation" schon angesprochen.

Aber es ist nicht so, dass aus 100 Millionen Geldmenge 900 Millionen Kredit entsteht. Wenn Du ein Spielzeugauto einem Freund verleihst und der verleiht es weiter und das passiert noch ein paar Mal usw. dann gibt es am Ende immer noch nur ein Auto (und nicht 5 oder 10), das Du irgendwann zurückhaben möchtest. Genauso ist es mit dem Geld. Nur dass dort Zinsen anfallen und der, der es weiterverleiht mehr Zins von seinem Schuldner verlangt als er selbst an seinen Gläubiger zahlen muss.

Auch ist es nicht so, dass dem "neuen" Geld kein Wert gegenübersteht (diesen Wert hat es per Ordre de Mufti), aber das neu geschaffene Geld entwertet, verdünnt das bereits vorhandene Geld.

Roland

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09.09.2008 12:35 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Poet
Und wenn einer der Partner morgen die Beziehung als beendet ansieht,
dann soll er/sie nicht die "Wirtschaftliche Abhängigkeit/Bindung" als Ausrede nutzen (können), die "Bedarfsgemeinschaft" aufrecht zu erhalten.


Das sehe ich etwas anders. Wenn man eine derart staatlich geförderte Beziehung eingeht (keiner zwingt einen dazu), dann übernimmt man eben auch Verantwortung für seinen Partner. Man kann zwar immer noch die Beziehung von heute auf morgen als beendet ansehen, nicht aber die Partnerschaft. Das ist schon ganz richtig so.

Wobei man eigentlich sagen muss, dass die Ehe in ihrer Grundanlage auf die "Sicherstellung des gesellschaftlichen Fortbestands" ausgerichtet ist, und man natürlich darüber streiten kann, ob kinderlose Ehen oder ähnliche Partnerschaften wirklich in dieser Form finanziell förderungswürdig sind (gemeinsame Veranlagung) und ob die damit verbundene partnerschaftliche rechtliche Bindung und Verantwortung sinnvoll ist. Ich finde es jedenfalls prinzipiell gut, dass das in Deutschland möglich ist - es zwingt einen ja keiner dazu.

Zitat:
Original von Poet
Wie kommst Du darauf? Wenn die MWSt. als einzige Steuer erhoben wird, die Sozialleistungen mit dem BGE-Anteil von 200€ abgegolten sind, dann ist die Steuerbelastung auf Arbeitskraft und Produktion nicht höher als zur Zeit. Götz Werner hat das (irgendwo - bei Bedarf googeln) sehr plausibel vorgerechnet.


Ich weiß schon, aber dies ändert nichts daran, dass irgendwann eine Ware oder Dienstleistung verkauft werden muss und DABEI der Staat MASSIV mitkassieren muss - eben MwSt > 50%. Und bei solch einem Prozentsatz besteht eben die Gefahr, dass insbesondere der Käufer jede Menge kriminelle Energie entfalten wird, um diese Kohle eben nicht an den Staat abführen zu müssen. Und wo ein Bedarf ist, da gibt es auch ein Angebot. Da geht eben die Friseurmeistein abends, nachdem sie einen langen Tag alleine in ihrem Haarstudio verbracht hat, zu ihren "Freunden und Bekannten" und schneidet ihnen die Haare - nicht für 15 EUR sondern für 10 EUR oder ein warmes Abendessen. Und der Staat geht leer aus.

Ich weiß auch nicht, woher ich diese Bedenken habe, aber sie liegen doch auf der Hand, oder?

Roland

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09.09.2008 12:53 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler .. bedingungslos - hatten wir das nicht! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
jetzt sind wir wieder beim Geldsystem und dem Zinseszins. Das ist eigentlich ein anderes Thema. Das Problem der Geldmengenerhöhung hatte ich ja im Thread "Das Zinseszinsproblem und die Inflation" schon angesprochen.


Das erinnert mich an einen uraltenVortrag von Peter Frankenfeld:
Biologieprüfung.
Der Kandidat hat sich für das Thema Wurm präpariert.
Das beherrscht er am Prüfungstag aus dem FF, und steht voller positiver Überzeugung vor den Prüfern.

Prüfer: " Erzählen Sie uns alles über den Elefanten."
Kurzer Schock, dann legt der Kandidat los:
"Der Elefant ist das größte Landsäugetier der Erde. Seine mächtigen Stoßzähne und sein Rüssel dominieren den ersten Eindruck.
Der Rüssel wirkt wie ein mächtiger WURMfortsatz.
Der Wurm...

Fazit:
In Elefanten-Threads sollten wir keine Wurm-Diskussionen zulassen oder führen.
Eignes Thema = eigener Thread.

Beste Grüße
DerPoet cool

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09.09.2008 12:55 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
Wenn man eine derart staatlich geförderte Beziehung eingeht (keiner zwingt einen dazu)...


Wenn die staatliche Förderung ausschlaggebend für eine Beziehung ist, dann ist es keine.
Aber das wäre ein eigenständiges Thema, für einen eigenen Thread.
Ich bin im 10. Jahr in 5. Ehe verheiratet - nicht aus irgendwelchen Förderungsgründen, sondern wg. der richtigen Partnerin. großes Grinsen

Zitat:
Original von Roland
Ich weiß schon, aber dies ändert nichts daran, dass irgendwann eine Ware oder Dienstleistung verkauft werden muss und DABEI der Staat MASSIV mitkassieren muss - eben MwSt > 50%. Und bei solch einem Prozentsatz besteht eben die Gefahr, dass insbesondere der Käufer jede Menge kriminelle Energie entfalten wird, um diese Kohle eben nicht an den Staat abführen zu müssen.


Da die Steuerquote sich nicht von der derzeitige unterscheidet, außer darin, dass es EINE Steuer ist, ändert sich nichts. Weder Preis noch Hinterziehungsmotivation. Allerdings wird das BGE die heute teils überlebenswichtige Suche eines Auswegs stark reduzieren.

Der Friseur wird bei 5% oder 55% Steuersatz nicht anders handeln als seit Generationen Augenzwinkern

BG
DerPoet

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09.09.2008 13:09 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Poet
Weder Preis noch Hinterziehungsmotivation.


Preis wahrscheinlich und Motivation vielleicht nicht, aber die Gelegenheit dazu sicher. Gelegenheit macht Steuerhinterzieher. Die Lohnsteuer kann ich nicht hinterziehen, die zieht mir der Arbeitgeber schon ab. Bei Selbständigen mag das etwas anders sein. Die MwSt. kann ich auch nicht hinterziehen, wenn ich bei WALDI einkaufe (WALDI könnte versuchen, sie einzubehalten, tut das aber besser nicht). Aber ich könnte mir einen "Freund" suchen, der mir bestimmte Waren und Dienstleistungen ohne MwSt, also deutlich billiger "schenkt". Und solange das in bestimmten Bahnen verläuft, ist es nicht mal so richtig illegal. Der Aufwand und das Risiko lohnt sich bei 5% MwSt. nicht, bei 20% vielleicht, aber bei 60% ganz sicher. D.h. der Schwarzmarkt blüht und der Staat kommt nicht auf die erhofften Einnahmen.

Zitat:
Original von Poet
Der Friseur wird bei 5% oder 55% Steuersatz nicht anders handeln als seit Generationen Augenzwinkern


War vielleicht ein blödes Beispiel, weil Frisure immer schon "Zusatzarbeit" leisten mussten. Aber das Problem wird sich mit einer höheren MwSt. eher verschärfen.

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09.09.2008 13:32 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
Preis wahrscheinlich und Motivation vielleicht nicht, aber die Gelegenheit dazu sicher. Gelegenheit macht Steuerhinterzieher.


Die Frage bleibt:
Lohnt es sich, meine Cola-light (26cent/1,5l) und mein Fleisch (2,89€ - 5 Kammscheiben) irgendwo MwSt-frei zu besorgen?
Und welcher Händler verkauft mir einen Neuwagen "unter der Hand"?
Oder Küchengeräte, Klamotten etc.?
Benzin/Sprit hat heute schon einen Steuersatz von mehr als 80%,
schwarz verkauft mir trotzdem keiner meinen Sprit...

Steuerhinterziehung lohnt nur für die, die das heute schon tun und gestern getan haben.

Das BGE wird eher verhindern, dass Schwarzarbeit in dem Maß stattfindet wie bisher.
Ohne die Hartz-Zwänge fehlt auch die derzeit sicher vorhanden Notwendigkeit.

Ich spreche jetzt nicht von den "seriösen" Großunternehmern, die Preis dadurch drücken, dass sie Sub-Unternehmer eigenverantwortlich einsetzen, die ausländische Arbeitskräfte ohne Arbeitsgenehmigung zur Gewinnmaximierung einsetzen. Natürlich ohne etwas davon geahnt zu haben, wenn die auffliegen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, Du bist an der letzten Kreuzung falsch abgebogen.
Um ein bekanntest Spiel zu zitieren: "Gehe zurück auf Los..." Augenzwinkern
Ich bin sicher, Du kannst und wirst dich dann neu orientieren.

Beste Grüße
DerPoet

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09.09.2008 13:52 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Poet
Die Frage bleibt:
Lohnt es sich, meine Cola-light (26cent/1,5l) und mein Fleisch (2,89€ - 5 Kammscheiben) irgendwo MwSt-frei zu besorgen?
Und welcher Händler verkauft mir einen Neuwagen "unter der Hand"?
Oder Küchengeräte, Klamotten etc.?
Benzin/Sprit hat heute schon einen Steuersatz von mehr als 80%,
schwarz verkauft mir trotzdem keiner meinen Sprit...


Cola-light? Igitt, da ist ja Aspartam drin Augenzwinkern ...von Fleisch ganz zu schweigen...allerdings könnte ich mir schon den einen oder anderen Bio-Bauern vorstellen, der einen Teil seiner Fleischerträge unter der Hand abgibt.

Und wie, Du tankst noch an der Tankstelle? Augenzwinkern

Stimmt schon, bei Industriegütern wie Autos, Flugzeugen, Haushaltsgeräten, Treibstoff, industrielle Nahrung etc. dürfte das schwer werden, weil der gesamte Warenweg kontrolliert wird und so ein Kleinkrimineller nicht mal einfach so seine eigene Produktion für den Schwarzmarkt hochziehen kann.

Vielleicht Billig-Grauware (z.B. aus anderen Ländern), aber das Problem gibt es ja jetzt auch schon, könnte sich aber verschärfen.

Bei den Dienstleistungen hast Du eigentlich auch Recht: Schwarzarbeit hat sich bisher wahrscheinlich ähnlich gelohnt (keine Lohnsteuer & keine MwSt.) (oder auch nicht).

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09.09.2008 14:15 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
...allerdings könnte ich mir schon den einen oder anderen Bio-Bauern vorstellen, der einen Teil seiner Fleischerträge unter der Hand abgibt.


Das macht der sicher nicht erst seit gestern großes Grinsen
Und wenn ich 1 Stunde Hin/Rückfahrt und 12€ Sprit dafür mitbringen muss, lohnt es kaum.

Zitat:
Original von Roland
Und wie, Du tankst noch an der Tankstelle? Augenzwinkern


Wir haben Gasheizung...
Und der 190er Mercedes-Heizöl lohnt seit dem roten Farbzusatz längst nichtmehr.


Zitat:
Original von Roland
Stimmt schon...


Dafür sind Diskussionen gut, um aus Schubladen herauszukommen.
Neue Standpunkte generieren neue Perspektiven und mehr Übersicht.

Vor ein paar Wochen hat mich ein Bundestagsmitglied angerufen:
"Seit wann gehören Sie denn zu den NPD-Unterstützern?"
Grund: Die NPD und die Demokratie-Verweigerer
Das konnten wir im Handumdrehen klären:
"Grundrechte sind nicht teilbar, wie der Name schon sagt."

Dann führten wir eine ähnliche Diskussion, wie Du und ich.
Er ist/war allerdings Gegner des BGE, mit ähnlicher Argumentation wie Du.

Nach etwa 40 Minuten sagte er zu mir:
"Man muss viel häufiger mit den Leuten reden, damit man seine Schubladen hin und wieder ausmisten kann."
Er wird künftig das BGE-Verlangen unterstützen.

Beste Grüße
DerPoet

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Poet: 09.09.2008 15:01.

09.09.2008 14:50 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Sicher, Diskussionen helfen, die eigenen Standpunkte zu überdenken. Dies ist natürlich nur möglich, wenn man ergebnisoffen in eine Diskussion geht, oft sind Meinungen schon geradezu "religiös" festgezurrt, so dass das nur schwer möglich ist. Da nehme ich mich nicht aus.

Ich sage jetzt nicht, dass eine hohe MwSt. garantiert KEIN Schwarzmarktproblem nach sich zieht, aber ich vermute nun eher, dass dieses Problem nicht wesentlich gravierender sein würde als es derzeit ohnehin schon ist. Jedenfalls stellt es für mich kein prinzipielles Hindernis mehr für das "Götz Werner-Modell" dar.

Trotzdem sollten wir die Frage nach dem BGE nicht zwangsweise an die Frage nach der Steuerreform koppeln, wie das von Götz Werner oft 'rüberkommt. Meine Meinung.

Roland

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09.09.2008 15:26 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denkfehler Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Roland
Trotzdem sollten wir die Frage nach dem BGE nicht zwangsweise an die Frage nach der Steuerreform koppeln, wie das von Götz Werner oft 'rüberkommt. Meine Meinung.


Da sind wir uns einig.
Es wäre allenfalls ein weiterer Schritt, keine Bedingung.

Hier eine zusätzliche Info über die offizielle Entwicklung des Arbeitsmarktes.
Frisch aus dem Ticker:

Zitat:

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes **********************************************
Nr. 340 vom 09.09.2008
**********
Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung
**********

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit.

Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.

Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung "Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt" des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%).

Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%. Unter einem Normalarbeitsverhältnis wird hier ein Beschäftigungsverhältnis verstanden, das in Vollzeit und auf einer dauerhaften vertraglichen Grundlage ausgeübt wird.

Ein Normalarbeitnehmer arbeitet direkt in dem Unternehmen, mit dem er einen Arbeitsvertrag hat. Bei Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern, die von ihrem Arbeitgeber - der Zeitarbeitsfirma - an andere Unternehmen verliehen werden, ist das nicht der Fall. Zudem sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über ein Normalarbeitsverhältnis in die sozialen Sicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Krankenversicherung integriert. Das heißt, sie erwerben über die von ihrem Erwerbseinkommen abgeführten Beiträge Ansprüche auf Leistungen aus den Versicherungen.

Von neuen oder atypischen Beschäftigungsformen wird gesprochen, wenn eines oder mehrere dieser Kriterien nicht erfüllt sind. Dazu zählen in der vorliegenden Betrachtung Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Stunden Arbeit pro Woche, geringfügige Beschäftigungen, befristete Beschäftigungen sowie Zeitarbeitsverhältnisse, die auch unter den Schlagworten Leiharbeit und Arbeitnehmerüberlassung bekannt sind.

Im Gegensatz zur Normalarbeit, die in der Regel darauf ausgerichtet ist, den eigenen Lebensunterhalt und eventuell den von Angehörigen zu finanzieren, können die neuen oder atypischen Beschäftigungsformen diesen Anspruch nur bedingt erfüllen. Sie sind jedoch nicht zwangsläufig mit prekärer Beschäftigung gleichzusetzen.

Prekäre Beschäftigung zeichnet sich durch ein erhöhtes Armutsrisiko des/der Beschäftigten aus, welches zusätzlich von der persönlichen Berufsbiografie und dem persönlichen Haushaltskontext abhängig ist. Die hier angesprochenen neuen oder atypischen Beschäftigungen können durchaus absichtlich gewählt sein, weil sich beispielsweise im konkreten Fall dadurch berufliche und andere persönliche Interessen besser kombinieren lassen.

Die vorliegende Betrachtung beschränkt sich auf die Gruppe der abhängig Beschäftigten im Erwerbsalter von 15 bis 64 Jahren, soweit sie nicht in Bildung oder Ausbildung sind. Diese Gruppe befindet sich in einem Lebensabschnitt, in dem Erwerbsarbeit in deutlich stärkerem Maße als Schwerpunkt der Lebensgestaltung gesehen wird, als beispielsweise während der Ausbildung oder im Ruhestand. Zudem wird jeweils nur die Haupterwerbstätigkeit betrachtet.


Infogrüße
DerPoet

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09.09.2008 15:36 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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Offizielle Zahlen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1.468 Leser hatte dieser Thread, bevor ich die Zahlen des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht habe.
Aktuell gibt es 1.633 Leserzugriffe auf diesen Thread.
165 Leser haben offensichtlich keine Meinung zu diesen Zahlen - oder?

Zitat:
Original von Statistisches Bundesamt
Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an.


2,6 Mio Arbeitnehmer, die in den letzten 10 Jahren in unterbezahlte Jobs einsteigen mussten.
Ein klares Veto für das BGE.


Zitat:
Original von Statistisches Bundesamt
Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen abhängig Beschäftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%).
Entsprechend stieg der Anteil der neuen Beschäftigungsformen von 17,5% auf 25,5%.


Ein deutlicher Trend - 8% in 10 Jahren.
Und die Bezeichnung "neue Beschäftigungsformen" ist sehr verniedlichend.

Zitat:
Original von Statistisches Bundesamt
Im Gegensatz zur Normalarbeit, die in der Regel darauf ausgerichtet ist, den eigenen Lebensunterhalt und eventuell den von Angehörigen zu finanzieren, können die neuen oder atypischen Beschäftigungsformen diesen Anspruch nur bedingt erfüllen. Sie sind jedoch nicht zwangsläufig mit prekärer Beschäftigung gleichzusetzen.


Das liest sich fast so, als würden >25% (jeder Vierte) der Arbeitnehmer in Deutschland aus Langeweile für wenig Geld in Jobs arbeiten, mit denen man seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann.

Wo kommt dann die Argumentation her, BGE-Empfänger würden sich dem Arbeitsmarkt verweigern? Die zitierte Realität unterstützt diesen Verdacht jedenfalls nicht.

Zitat:
Original von Statistisches Bundesamt
Prekäre Beschäftigung zeichnet sich durch ein erhöhtes Armutsrisiko des/der Beschäftigten aus, welches zusätzlich von der persönlichen Berufsbiografie und dem persönlichen Haushaltskontext abhängig ist. Die hier angesprochenen neuen oder atypischen Beschäftigungen können durchaus absichtlich gewählt sein, weil sich beispielsweise im konkreten Fall dadurch berufliche und andere persönliche Interessen besser kombinieren lassen.


Können...
Das ist schon fast zynisch - aber nicht falsch.
Es hat etwa diese Aussage-Qualität: "Der Papst könnte zum Islam übertreten!"

Könnte er...

Infogrüße
DerPoet

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10.09.2008 12:15 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
Edwin Christian


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Die zahlen wird die Regierung als Sieg auf dem weg zur Vollbeschäftigung feiern,
gerade jetzt wo die Hartz IV Hardliner in der SPD wieder das Ruder übernehmen.

LG
Edwin Christian

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10.09.2008 13:09 Edwin Christian ist offline E-Mail an Edwin Christian senden Beiträge von Edwin Christian suchen Nehmen Sie Edwin Christian in Ihre Freundesliste auf
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Feiern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Edwin Christian
Die zahlen wird die Regierung als Sieg auf dem weg zur Vollbeschäftigung feiern,


Wir können ihnen die Feier mit den entsprechenden Hinweisen ganz schön verderben...
...ich sehe schon Müntefering vor mir:



dessen Rückkehr an die SPD-Spitze wir längst vorausgesehen haben:




Beste Grüße
DerPoet großes Grinsen

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10.09.2008 14:33 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
Edwin Christian


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geschockt großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

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10.09.2008 15:45 Edwin Christian ist offline E-Mail an Edwin Christian senden Beiträge von Edwin Christian suchen Nehmen Sie Edwin Christian in Ihre Freundesliste auf
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großes Grinsen Das passt doch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Edwin Christian
WILLI WEISE

Wenn alle mitziehen, geht die Übermacht der Parteien jetzt zu Ende. Genial.
Gruß
Edwin Christian


Das ist mal eine klein-klein-Aktion mit echten Erfolgschancen.
Danke Edwin. Passt zum BGE und allen "Mach-mal-Themen" dieses Forums.
Da sieht man, wie wichtig es ist, ohne Scheuklappen durch die Welt zu gehen,
und Mitstreiter erkennen, und nicht als Konkurrenten zu betrachten, nur weil
sie auf eine geniale(re) Lösung gekommen sind.

Wollen wir da mitmachen?

Beste Grüße
DerPoet

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11.09.2008 10:42 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
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Keine frage, passte doch ins Konzept!

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11.09.2008 14:55 Edwin Christian ist offline E-Mail an Edwin Christian senden Beiträge von Edwin Christian suchen Nehmen Sie Edwin Christian in Ihre Freundesliste auf
LunaPaula


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RE: Das passt doch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

[
Zitat:
quote]Original von Poet [quote]Original von Edwin Christian WILLI WEISE




Zitat:
Wollen wir da mitmachen?


Klar.

Hallo Roland und Poet und EC und.....
nochmal eine Frage zu Euren Zahlen. Das heißt für meine Familie käme ein Krankenkassenbeitrag von 1200€ zusammen. Da frage ich mich, ist das nicht übertrieben hoch?
Grüßle
LunaPaula
12.09.2008 06:56 LunaPaula ist offline E-Mail an LunaPaula senden Beiträge von LunaPaula suchen Nehmen Sie LunaPaula in Ihre Freundesliste auf
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RE: Das passt doch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von LunaPaula
nochmal eine Frage zu Euren Zahlen. Das heißt für meine Familie käme ein Krankenkassenbeitrag von 1200€ zusammen. Da frage ich mich, ist das nicht übertrieben hoch?


Schon, aber - mit der generellen KV-Pflicht ab Januar relativiert sich das sehr.
Hintergrund:
Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz : Absicherung für alle oder Zwangsversicherung?
Eine verfrühte Verfassungsbeschwerde

Immerhin bleiben als "Netto-BGE" in deinem Fall:
4 x 300€ Kinder-BGE .................. 1.200€
2 x 600€ Mann+Frau-BGE ............. 1.200€
___________________________________ 2.400 €/Monat


Außerdem:
Handelt es sich um eine Pauschale, die alle sogenannten Sozialabgaben enthält.

Beispiel der derzeitigen Abzüge, bei StKlasse 3 / 4 Kids
Monatsbruttogehalt: 4000 € * KV 15%

Rentenversicherung 398.00€
Arbeitslosenversicherung 66.00€
Krankenversicherung 302.40€
Pflegeversicherung 35.10€
------------------------------------------------------- 801,10€

Partner * StKl. 5
Monatsbrutto 1.500 € * KV 15%

Rentenversicherung 149.24€
Arbeitslosenversicherung 24.75€
Krankenversicherung 126.00€
Pflegeversicherung 18.37€
Soli-Zuschlag 20.31€
__________________________________ 338,67€

Monatliche Abzüge - derzeit: ....................1.139,77€

Infogrüße
DerPoet

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12.09.2008 09:44 Poet ist offline Beiträge von Poet suchen Nehmen Sie Poet in Ihre Freundesliste auf
Roland Roland ist männlich


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RE: Das passt doch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Da ich privat krankenversichert bin, haut mich der Betrag von 200EUR/Monat nicht aus den Socken großes Grinsen
Zumal wenn er ohnehin "nur" ein Abzug auf etwas ist, das man "geschenkt" bekommt.

Führt uns gleich zur nächsten Frage: Was passiert denn mit den ganzen privaten Krankenversicherungen? Zwangsauflösung? Oder Sonderregelungen? Und werden die gesetzlichen Krankenversicherungen verstaatlicht oder nur vereinheitlicht?

Daher auch mein Vorschlag zur vorläufigen Beibehaltung aktueller Verhältnisse bei Einführung BGE...

Roland

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Immer wenn du auf der Seite der Mehrheit stehst, ist es an der Zeit, innezuhalten und nachzudenken (Mark Twain)
12.09.2008 10:18 Roland ist offline E-Mail an Roland senden Beiträge von Roland suchen Nehmen Sie Roland in Ihre Freundesliste auf
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