“Als ich Anfang Dezember meinen Impfdurchbruch hatte, ging es mir grauenhaft.”

Deshalb fordert die Autorin auf plus.tagesspiegel.de am 18.3. hinter der Bezahlschranke:

»Long Covid und das Ende der Maßnahmen: 
Lasst die Masken auf!

Als ich Anfang Dezember meinen Impfdurchbruch hatte, ging es mir grauenhaft. Ich war nicht darauf vorbereitet gewesen, anderthalb Wochen in totaler Isolation das Bett zu hüten, weil Müdigkeit, Schwindel und Atembeschwerden es mir unmöglich machten, aufzustehen…

Anfang 30, fit und ohne Vorerkrankungen hatte ich mir um langfristige Folgen keine Gedanken gemacht. Aber auch als mein Husten langsam zurückging und die Schmerzen in der Lunge nachließen blieben Müdigkeit und Erschöpfungszustände bestehen. Die neue Prognose für die Genesung lautete Anfang März…

Nach vier Wochen Krankheit und völliger Arbeitsunfähigkeit sah ich mich mit zwei weiteren Monaten konfrontiert, in denen mein Gesundheitsstatus ungewiss bleiben würde.

Im Januar war die Ungewissheit besonders groß, denn ich hatte mit kognitiven Folgen zu kämpfen. Mein Ultrakurzzeitgedächtnis war betroffen und ich konnte die einfachsten Verwaltungsaufgaben nicht mehr erfüllen, weil ich nur unter höchstem Konzentrationsaufwand ein Wort von einer Datei in eine andere übertragen konnte, ohne es zu vergessen…

Die Müdigkeit nimmt zwar langsam ab, ist aber unberechenbar. Meist kann ich nicht sagen, ob morgen ein guter oder ein schlechter Tag ist, ob ich normal im Homeoffice werde arbeiten können oder den Tag über liegenbleiben muss…

Inzwischen ist es März und während die Symptome noch immer nicht weg sind, habe ich mich mit meinem neuen Leben mehr schlecht als recht arrangiert. Der Genesungsprozess dauert an und es ist davon auszugehen, dass ich irgendwann im Sommer wieder ganz gesund sein werde…

Bei der Vorstellung, dass in wenigen Tagen die Maskenpflicht fällt und wir wieder so leben, als sei das alles nicht passiert, schnürt sich mir die Kehle zu.

Ich bin noch immer nicht gesund und wenn mir Supermärkte und Busse vorher schon nicht sicher erschienen, so werden sie nun gänzlich unbetretbar, bis sich mein Immunsystem erholt hat…«

»… Doppelte Impfung schützt gut vor Long-Covid

Es zeigte sich, dass die geimpften Proband:innen nur in 9.5 Prozent der Fälle ein Long-Covid-Syndrom entwickelten. Bei den Ungeimpften waren es 14,6 Prozent. Bezüglich der verschiedenen Impfstoffe zeigten sich keine Unterschiede. Umgerechnet ging die damals noch vollständige Doppel-Impfung – sofern sie zwei Wochen vor der Infektion beendet war – mit einer 41-prozentigen Reduktion für Long-Covid einher…

„Nur sehr selten erkranken Menschen am Post-Covid-Syndrom, die bis zur Sars-CoV-2-Infektion völlig gesund waren. Vielmehr handelt es sich bei den 160.000 Erkrankten im zweiten Quartal 2021 fast ausschließlich um Patientinnen und Patienten, die bereits wegen zahlreicher, meist chronischer Erkrankungen in vertragsärztlicher Behandlung waren“, erklärt das Zi. Mehr als 97 Prozent der Betroffenen wiesen bereits damals verschiedene körperliche und psychische Vorerkrankungen auf, beispielsweise Adipositas, Rückenschmerzen, Depressionen oder Anpassungsstörungen.«
apotheke-adhoc.de (8.3.22)

Videoquelle: msn.com (31.5.21)

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