Homöopathie und Grippe

Jeder, der sich mit Medizin und/oder Fragen der Gesundheit beschäftigt, hat schon einmal etwas von der „Spanischen Grippe“ gehört oder gelesen. Gerne wird diese Katastrophe in der Menschheitsgeschichte, die 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hatte, als ein wichtiger Hinweis genommen, dass Impfungen zu diesem Zeitpunkt noch mehr Todesopfer verhindert hatten. Seltsamerweise erklärt diese Erklärung nicht, warum es trotz Impfung zu einer so hohen Opferzahl gekommen ist. In meinem Beitrag dazu, den ich vor längerer Zeit veröffentlicht hatte, gehe ich näher auf diese Umstände ein: Spanische Grippe 1918 -Was passierte wirklich?

Wie man eine Katastrophe funktionalisiert

Rechtzeitig vor dem Winter kommen regelmäßig offizielle Empfehlungen, sich auf jeden Fall zu wappnen, indem man sich einer Grippeimpfung unterzieht. Begründet wird dies mit entsprechenden Fallzahlen, die angeblich Todesopfer einer Grippeepidemie darstellen. Und auch der Verweis auf die „Spanische Grippe“ taucht in diesem Zusammenhang des Öfteren auf.

So behauptet zum Beispiel die CDC in den USA (die verantwortlich ist für die manipulierte deStefano Studie [1] ), dass jährlich in den USA zwischen 12.000 und 56.000 Menschen an der Grippe sterben. Demgegenüber veröffentlichte das Cochrane Institut [2] , dass bei genauerem Hinsehen bestenfalls 1000 Todesopfer der Grippeinfektion anzulasten sind.

Kann es also sein, dass die heutige Dramatisierung der Grippe und ihrer angeblichen Todesopfer ein Spiegelbild der „Spanischen Grippe“ darstellt, bei der man ebenfalls aus bestimmten Gründen aus einer Mücke einen Elefanten gezaubert hat?

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Die „verrückte“ Rolle von Fieber

Fieber ist keine Krankheit! So lautet der Beitrag, mit dem ich das Phänomen „Fieber“ unter die Lupe genommen hatte. Wenn Fieber keine Krankheit ist, was ist es dann? Fieber ist zweierlei: Zum ersten ist es ein Symptom; zum zweiten ist es eine notwendige immunologische Schutzfunktion, die zwar unspezifisch, dafür aber schnell einsetzt, um eine etwaige Bedrohung an der Ausbreitung zu hindern. Denn bei einer Infektion, viral oder bakteriell, bewirkt eine Erhöhung der Kerntemperatur des Körpers einen Wachstumsstopp für das Gros der Erreger, die in der Regel nur bei 37 Grad Celsius optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Die Erhöhung der Körpertemperatur von nur einem halben Grad schränkt diese Erreger bereits ein in ihrer Fähigkeit, sich zu vermehren. Bei noch höheren Temperaturen ist sogar in der Regel ihre Lebensfähigkeit bedroht.

Was mache ich also, wenn ich nicht die Infektion, sondern das Fieber bekämpfe? Ich schalte ein Symptom ab und schaffe damit für die Erreger genau die Bedingungen, die sie für ein optimales Gedeihen und Vermehrung benötigen. Damit hätte ich aus medizinischer Sicht gesehen zwar ein Medikament eingenommen (das fiebersenkende Medikament), aber die Infektion bleibt durch die Medikation unbehandelt. Und ich habe durch die Medikation eine Art „Miniatur-Immunschwäche“ erzeugt, die das Immunsystem in der Folge vor eine noch härtere Aufgabe stellt.

Gleichzeitig mit dem Fieber produziert der Organismus antivirale Substanzen, wie Interferon, und erhöht die Zahl und Mobilität von weißen Blutkörperchen, die ebenfalls an der Bekämpfung der Infektion beteiligt sind. Auch diese Schiene der Infektionsabwehr wird durch fiebersenkende Medikamente blockiert. Diese Strategie, wen wundert es, ruft geradezu nach unheilvollen Konsequenzen.

Das fehlende Fieber der „Spanischen Grippe“

Aspirin ist ein gerne verschriebenes Medikament, auch wenn es darum geht, Fieber zu senken. Die Substanz ist „uralt“, denn sie wurde 1899 von Bayer in den Verkehr gebracht. Zu diesem Zeitpunkt galt die Substanz als Schmerzmittel und Fiebermittel. Und der Erfolg dieser Substanz war nicht weg zu diskutieren. Nicht zuletzt deshalb wurde Aspirin ein so überaus großer Erfolg.

Im Jahr 1918 zur Zeit der „Spanischen Grippe“ bestand bereits kein Patentschutz mehr für die Acetylsalicylsäure. Mit dem Auftreten dieser Grippe hatten die Mediziner also ein relativ preiswertes und scheinbar effektives Medikament in der Hand, um das Grippefieber und damit verbundene Schmerzen zu „therapieren“. Und diese Form der Therapie gegen die Grippe wurde weiterhin propagiert, besonders von den Aspirin-Anbietern. Aber auch Gesundheitsbehörden und eine Reihe von medizinischen Organisationen und Dachverbänden reihten sich in die lange Liste von Befürwortern dieser Therapieoption ein.

Veröffentlichungen aus dieser Zeit zeigen, dass zum Beispiel die JAMA ein Gramm Aspirin alle drei Stunden als Standardtherapie empfiehlt. Das entspricht zweimal die Tagesdosis, die heute als „sicher“ angesehen wird. Es gibt sogar Belege, dass bestimmte medizinische Autoritäten bis zu 30 Gramm Acetylsalicylsäure pro Tag bei einer Grippe empfahlen. Und historische Belege aus Großbritannien zeigen, dass auch hier Hochdosis-Therapien mit Acetylsalicylsäure empfohlen worden, die bei bis zu 1,3 Gramm pro Gabe lagen. Angaben zur Häufigkeit der Gabe pro Tag liegen leider nicht vor. Es gibt allerdings individuelle Fallberichte, wo jede Stunde 1,3 Gramm dem Patienten verabreicht wurden, und das über zwölf Stunden nonstop.

Schon unter den heute eingesetzten Dosierungen, die deutlich unter dem liegen, was damals als Standard angesehen wurde, gibt es eine Fülle von Nebenwirkungen, die gerne verschwiegen werden, aber nichtsdestotrotz „evidenzbasiert“ vorhanden sind: Aspirin – Die Acetylsalicylsäure [ASS] Nebenwirkungen & Wechselwirkungen.

Darum ist es nicht verwunderlich, warum bei diesen extremen Dosierungen während der „Spanischen Grippe“ erstaunlich viele junge Menschen verstarben. Mit ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass das Militär Aspirin in großen Mengen aufgekauft hatte und dann Infizierte mit dem Medikament „therapierte“. Eine Grippeinfektion gefährdet in der Regel keine jungen und ansonsten gesunden Menschen, sondern eher Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit einer Immunschwäche. Während der „Spanischen Grippe“ waren es aber bevorzugt Menschen zwischen 18 und 40 Jahren, also eine Altersgruppe, die im Militär häufig zu finden ist.

Viele dieser Todesopfer verstarben an einer Lungenentzündung. Sie wiesen signifikante Mengen an Blutungen in den Lungen auf, was auf eine typische Nebenwirkung von Aspirin hinweist, das als typische Nebenwirkung eine erhöhte Blutungsneigung mit sich bringt.

Auf der anderen Seite verstarben auffällig wenig Kleinkinder während der Epidemie. Der Grund hierfür war, dass zu diesem Zeitpunkt Aspirin nicht zur Behandlung von Kleinkindern empfohlen wurde, sondern stattdessen kalte Wadenwickel, Baden im kalten Wasser etc.

Neben Aspirin kamen auch noch andere, nicht weniger gefährliche Substanzen zum Einsatz, die die damalige Schulmedizin als „Therapie“ bezeichnete: Chinin, arsenhaltige Verbindungen etc.

Daher erscheint es nicht verwunderlich, warum während der „Spanischen Grippe“ im Jahr 1918 derartig viele Todesopfer zu beklagen waren. Wie es aussieht, war nicht die Grippe die Ursache für das hohe Ausmaß der Todesopfer, sondern die dilettantische und leider „umfassende“ medizinische Versorgung, die das Immunsystem schwächte und den Organismus mit massiven Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente belastete.

Und heute?

Heute scheint sich nur wenig geändert zu haben. Die „Spanische Grippe“ und deren Millionen von Todesopfern gelten immer noch als „Beweis“ für die Notwendigkeit schulmedizinischer Intervention, sei es in Form von entsprechenden Impfungen oder im Erkrankungsfall der Gabe von den Medikamenten, die seinerzeit für das riesige Unheil verantwortlich zu machen sind. Glücklicherweise ist man in der Schulmedizin davon abgerückt, diese extrem hohen Dosen einzusetzen. Aber auch das ändert nichts an der kontraproduktiven Vorgehensweise dieser „Therapie“.

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Homöopathie bei Grippe?

Eine historische Erhebung aus dem Jahr 1919, durchgeführt von einem gewissen Dr. Dewey, ermittelte die Zahl von homöopathisch arbeitenden Institutionen und Universitäten und die Häufigkeit von Todesfällen, verursacht durch die „Spanische Grippe“ in diesen Institutionen. Der Report zeigt 6600 Fälle einer Grippeinfektion, von denen 55 Patienten verstarben, also weniger als ein Prozent! Weiter entdeckte Dr. Dewey, dass die durchschnittliche Todesrate in den homöopathisch arbeitenden Institutionen bei 4,1 Prozent lag (von 110.000 Patienten), während die Todesraten in „normalen“ Krankenhäusern bei 30 Prozent lagen.

Weiter gibt es einen Bericht [3] von einem in Chicago arbeitenden homöopathischen Arzt, der 8000 Arbeiter unter homöopathische Therapie benennt, von denen nur ein Todesopfer aufgrund der Grippe zu beklagen war. Der Arzt bemerkte dabei, dass homöopathisches Gelsemium die einzige Formulierung war, die hier zum Einsatz gekommen ist.

Ein weiterer homöopathisch arbeitender Arzt aus dieser Zeit war Dr. McCann. Er berichtete 1921 auf einem Homöopathiekongress [4] , dass 24.000 Fälle von Grippe, die mit schulmedizinischen Methoden behandelt wurden, eine Mortalitätsrate von 28,2 Prozent aufwiesen. Dagegen 26.000 Fälle, mit Homöopathie behandelt, wiesen eine Mortalitätsrate von nur 1,05 Prozent auf.

Vier der führenden Krankenhäuser in New York zu dieser Zeit arbeiteten intensiv mit Homöopathie. Ein gewisser Dr. Copeland, der später Senator wurde, berichtete stolz, dass diese Krankenhäuser weltweit die geringsten Todeszahlen vorweisen konnten [5]. Dr. Copeland war Initiator einer Gesetzgebung, die es der FDA erlaubte, die Zulassung von neuen Arzneimitteln zu überwachen und regulieren. Außerdem war er dafür verantwortlich, dass die Homöopathie und homöopathische Arzneimittel in den USA als legale, gesetzlich anerkannte Behandlungsform erhalten blieben.

Dies sind nur einige wenige Belege [6], wie effektiv die Homöopathie auch bei Infektionen wirkt. Sie wirkt auch bei anderen Infektionen, wie Typhus, Gelbfieber, Cholera, Scharlach etc.

Aber diese Berichte sind keine Märchen aus vergangenen Tagen. Entsprechende Studien aus der jüngeren Vergangenheit haben die „alten Märchen“ als richtig verifizieren können. So existieren zum Beispiel drei große placebokontrollierte klinische Studien, bei denen Oscillococcinum zum Einsatz kam. Diese homöopathische Medizin wird in Frankreich bevorzugt bei Grippe eingesetzt. Die Ergebnisse der klinischen Studien sind sehr überzeugend [7], [8], [9].

Die zuletzt zitierte Studie aus dem Jahr 1989 hatte zeigen können, dass 70 Prozent mehr Patienten sich innerhalb von 48 Stunden von einer Grippeinfektion erholten als Patienten, die mit einem Placebo „behandelt“ worden waren.

Sogar das Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichte einen Beitrag [10], der die Effektivität der Homöopathie bei Grippe unterstrich.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die homöopathische Formulierung von Oscillococcinum aus Lebern und Herzen von Enten gewonnen wird. Was hat es damit auf sich?

Aus Berichten der Biologie und Epidemiologen geht hervor, dass Enten eine große Palette an Grippeviren in ihrem Verdauungstrakt beherbergen. Daher gelten Enten als Vektor bei der Verbreitung von grippeartigen Viruserkrankungen, wie auch der berühmt-berüchtigten „Vogelgrippe“.

Enten sind auch in der Lage, Menschen und Hühner zu infizieren. Infizierte Hühner sterben praktisch zu 100 Prozent. Enten dagegen scheinen immun zu sein. Damit liegt die Vermutung nahe, dass diese Immunität der Enten gegen die Grippeviren auf das homöopathische Präparat übertragen wird. Und die Tatsache, dass Oscillococcinum seit 1928 von homöopathisch arbeitenden Ärzten bevorzugt eingesetzt wird, legt den Verdacht nahe, dass die Homöopathie diesem Vektor mehr Beachtung schenkt und schenkte, der zur Verbreitung der Grippe beiträgt. Diese effektive und sichere Art der homöopathischen Behandlung hat inzwischen eine Geschichte von über 100 Jahren.

Fazit

Die Homöopathie bei Infektionen, speziell Grippeinfektionen, ist immer dann unwirksam und Gegenstand von Quacksalberei, wenn man gewissenhaft und zuverlässig alle existierenden Erfahrungen und inzwischen sogar naturwissenschaftlichen Arbeiten ignoriert und ausklammert. Das, was wir heute aus wissenschaftlicher Sicht über die Wirksamkeit von Homöopathie bei einer Grippeinfektion wissen, ist so erstaunenswert, vor allem wenn man einen direkten Vergleich mit der Effektivität schulmedizinischer Bemühungen durchführt.

Es ist also wenig überraschend, dass Schulmedizin und deren Freunde die Homöopathie nachhaltig bekämpfen müssen/wollen. Denn die direkten Vergleiche haben in der Regel bislang zeigen können, dass die Anklagepunkte gegen die Homöopathie weniger auf sie, dafür aber eigentlich voll und ganz auf die schulmedizinische Praxis zutreffen. Oder mit anderen Worten: Die Homöopathie ist in vielen Bereichen, so auch hier, nicht nur ein ernst zu nehmender Konkurrent, sondern ein ums andere Mal der Schulmedizin um etliche Nasenlängen voraus.

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Dieser Beitrag wurde erstmalig am 10.05.2022 erstellt.

Quellen: 

[1] MMR-Impfung und Autismus – Also doch!
[2] Why have three long-running Cochrane Reviews on influenza vaccines been stabilised? | Cochrane Community 
[3] Clinical Medicine – dewey.doc 
[4] Journal of the American Institute of Homœopathy. … c.1 v.14 1921 Jul-Dec. – Full View | HathiTrust Digital Library | HathiTrust Digital Library 
[5] Copeland’s Cure: Homeopathy and the War Between Conventional and Alternative … – Natalie Robins – Google Books 
[6] The Homeopathic Revolution: Why Famous People and Cultural Heroes Choose … – Dana Ullman – Google Books
[7] OscillococcinumR in patients with influenza-like syndromes: A placebo-controlled double-blind evaluation – ScienceDirect 
[8] A controlled evaluation of a homoeopathic preparation in the treatment of influenza-like syndromes. – PubMed – NCBI 
[9] A controlled evaluation of a homoeopathic preparation in the treatment of influenza-like syndromes. 
[10] Notes and News – ScienceDirect 

Beitragsbild: Fotolia – ladysuzi

Naturheilmittel oder Medikamente der Pharma?

Diese Arbeit kann mit Fug und Recht als einmalig beziehungsweise erstmalig bezeichnet werden. Denn sie untersucht als erste Studie ihrer Art die Unterschiede und Wirksamkeiten von natürlichen Heilmitteln auf der einen Seite und pharmazeutischen Produkten auf der anderen Seite – und zieht Bilanz.

Die Autoren halten fest, dass immer noch die Meinung besteht, dass natürliche Heilmittel von der Schulmedizin in der Regel als Placebo angesehen werden. „Radikalere“ Vertreter dieser Medizinrichtung sprechen auch oft von Quacksalberei, Scharlatanerie oder sogar von kriminellen Machenschaften auf Kosten der Gesundheit der damit behandelten Patienten.

Die Autorengruppe der National University von Singapur (NUS) und der Tsinghua Universität zeichnen hier ein wesentlich differenzierteres Bild. Sie zeigten, dass biologisch aktive Substanzen als Kombination in natürlichen Produkten den gleichen Wirkungsgrad erreichen können wie synthetische Medikamente gegen Krebs und gegen Infektionen.

Sie müssen jedoch in größeren Mengen eingenommen werden und über einen längeren Zeitraum.

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Diese Kombinationen beinhalten Präparate aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie Realgar-Indigo naturalis, welches gute Wirkung bei Leukämie bietet, wie u.a. folgende Studien zeigen:

Oral Realgar-Indigo Naturalis Formula Achieved Comparably High Rate of Remission and Survival to Intravenous Arsenic Trioxide As a Front-Line Treatment in Newly Diagnosed Acute Promyelocytic Leukemia: A Multi-Center Randomized Trial APL07

und

Dissection of mechanisms of Chinese medicinal formula Realgar-Indigo naturalis as an effective treatment for promyelocytic leukemia

Wedelia chinensis zeigt gute Wirkung bei entzündlichen Prozessen, Studie:

Dietary Uptake of Wedelia chinensis Extract Attenuates Dextran Sulfate Sodium-Induced Colitis in Mice.

Und schwarzer Tee wird in Japan zur Behandlung einer Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) eingesetzt:

Antibacterial activity of tea (Camellia sinensis) and coffee (Coffee arabica) with special reference to Salmonella typhimurium

Die Autoren untersuchten 1601 Studien, die mit natürlichen Produkten durchgeführt worden waren. Diese wurden mit 190 synthetischen Substanzen aus der pharmazeutischen Produktion verglichen. Es stellte sich heraus, dass die natürlichen Substanzen 10- bis 100-mal schwächer wirksam waren als die synthetischen.

Von daher schlossen sie, dass eine Kombination der natürlichen Substanzen eine ähnlich starke Wirksamkeit erlangen kann wie die synthetischen Präparate. Allerdings sind die Chancen dafür bei den momentan eingesetzten Praktiken in der alternativen Medizin als eher schlecht einzuschätzen.

Prof. Chen sagte, dass es Aussagen gibt, die behaupten, dass natürliche Präparate lediglich einen Placeboeffekt haben. In der Studie der Autoren jedoch untersuchten die Wissenschaftler mehr als 100 Arten von Kombinationen von natürlichen Substanzen, die als die Geeignetsten erschienen. Hier zeigte sich, dass diese Kombinationen in ihrer Wirksamkeit mit den synthetischen Präparaten „mithalten“ konnten. Die Chancen jedoch, solch effektive Kombinationen zu finden, die auf traditionellen Methoden basieren, liegt bei 3 Prozent und darunter. Denn die verwendeten natürlichen Substanzen müssen ein Mindestmaß an Wirksamkeit besitzen und in der richtigen Kombination mit anderen natürlichen Substanzen eingesetzt werden.

Wie sähe also der nächste Schritt wissenschaftlicher Forschung aus, um auf diesem Gebiet Fortschritte zu machen?

Die Ergebnisse dieser Studie sind mit Sicherheit eine gute Basis für weitere Studien zu diesem Themenkomplex über die klinische Wirksamkeit von pflanzlichen Arzneien und deren Einsatz allein oder in Kombination bei der Behandlung von Krankheiten. Das Team jedenfalls hat schon neue Projekte diesbezüglich angekündigt. Im Vordergrund wird dann stehen, welche Parameter die Effektivität der natürlichen Produkte auf das Wirkniveau der synthetischen Medikamente erhöhen können. Vor allem werden die Autoren vornehmlich häufig eingesetzte pflanzliche Produkte und häufig verschriebene traditionelle Arzneimittel untersuchen.

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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2022 erstellt.

Quelle:

What Does It Take to Synergistically Combine Sub-Potent Natural Products into Drug-Level Potent Combinations?

Beitragsbild: stockxpert.com – Medikamente

Kurkuma und Blutverdünner – passt das zusammen?

Kurkuma ist eine erstaunliche Pflanzenart mit einem weiten Spektrum für gesundheitliche Vorteile. Ein Beitrag von mir zählt das breit gefächerte Spektrum von Wirksamkeiten von Kurkuma auf:

Kurkuma – Die erstaunlichen Heilwirkungen der Gelbwurz.

Eine dieser mannigfaltigen Wirkungen bezieht sich auf die „Blutverdünnung“ durch Kurkuma, die keine eigentliche Verdünnung des Blutes ist, sondern die Koagulationsneigung (Verklumpungsneigung) der Thrombozyten (Blutplättchen) herabsetzt.

Über diesen Mechanismus wird das Risiko für die Entstehung von Thromben (Blutklumpen) reduziert und damit indirekt (theoretisch) die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkte und/oder Schlaganfälle vermindert.

Im Gegensatz dazu steht die „Blutverdünnung“ durch schulmedizinische Medikamente, die in die Biochemie der Gerinnungskaskade eingreifen. Hierbei wird die Entstehung von Gerinnungsfaktoren unterdrückt. Heparin dürfte der bekannteste Vertreter dieser Medikamentenklasse sein.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob eine kombinierte Gabe eines Kurkuma-Präparats mit einem schulmedizinischen Präparat nicht möglicherweise zu viel des „Guten“ sein könnte. Einige Kurkumin-Anbieter im Internet versehen ihre Produktwerbung mit einem Warnhinweis, der wie folgt lautet:

„Sollten Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, empfehlen wir Ihnen, vor der Einnahme von curcuminhaltigen Produkten mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten.“ (myfairtrade.com/curcumin/curcumin-forte.html)

Denn es besteht der Verdacht, dass die „blutverdünnende“ Wirksamkeit der schulmedizinischen Präparate durch den Einsatz von Kurkumin verstärkt werden könnte. Vielleicht kommt es zu additiven oder sogar potenzierenden Effekten, die dann zu einer erhöhten Blutungsneigung führen könnten, bis hin zu unkontrollierbaren Blutungen, die zum Tode führen.

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Gibt es Wechselwirkungen?

Die gängige Literatur zu Kurkuma ist voll von Hinweisen, dass eine Kombination mit schulmedizinischen Antikoagulantien zu einer erhöhten Blutungsneigung führt oder führen kann. Das Gemeinsame dieser einschlägigen Literatur ist, dass diese „Hypothese“ nicht mehr mit entsprechenden wissenschaftlichen Quellen belegt wird, sondern wie eine Tatsache gehandhabt wird. Es entsteht fast der Eindruck, dass hier ein Gerücht weiterverbreitet wird. Und je weiter es verbreitet wird, desto „tatsächlicher“ wird es.

Ein typisches Beispiel hierfür bringt „News-Medical.net“[1] bei der Diskussion der Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln und Medikamenten mit blutverdünnenden Eigenschaften. Wir erfahren hier, dass nicht nur Kurkuma einen Einfluss auf die Blutgerinnung hat, sondern auch Fischöl, Omega-3-Fettsäuren, Knoblauch, Ginkgo etc. Sogar Alkohol kann die Wirkung von Antikoagulantien verstärken.

Eine Suche nach Belegen für diese Behauptungen wird mit einem einzigen Satz belohnt:

„Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, PT-INR-Werte im optimalen therapeutischen Bereich von 2,0 bis 3,0 zu erreichen, um 58 % höher ist, wenn Patienten, die VKA-Medikamente einnehmen, auf pflanzliche Präparate verzichten oder sie drei oder weniger Mal pro Woche einnehmen.“

Ein kurzer Ausflug: Was ist INR?

INR steht für „International Normalized Ratio“. Dies ist ein labormedizinischer Parameter, der eine Beurteilung verschiedener Blutgerinnungstests ermöglicht. Gemessen wird hier die Thromboplastinzeit (Quickwert). Die INR wird dann errechnet aus der Thromboplastinzeit für die Blutprobe des Patienten geteilt durch einen gegebenen Normwert.

Der von der WHO definierte Normbereich liegt zwischen 0,85 und 1,27. Bei einer Reihe von Erkrankungen und Therapie mit Antikoagulantien liegt der Zielbereich zwischen 2 und 3. Bei einem erhöhten Risiko für die Bildung von Blutklumpen kann der Zielbereich auf 4,5 angehoben werden. Erhöhte INR-Werte ohne medikamentöse Therapie können auf eine Lebererkrankung oder einen Vitamin-K-Mangel hinweisen.

Es gibt also Studien, die gezeigt haben wollen, dass die Einnahme von pflanzlichen Präparaten die medikamentöse Therapie (zu 58 %) stört und nur ein Verzicht zum gewünschten Ziel führt? Und welche Studien wären das gewesen? Eine Quellenangabe fehlt hier vollkommen, ebenso eine schlüssige Erklärung, wieso es hier zu dieser Störung kommen soll.

Ähnliches lässt sich auch auf deutschen Webseiten finden, zum Beispiel bei „Klartext-Nahrungsergänzung“[2].

Hier gibt es einen Beitrag zu Wechselwirkungen etc. von Nahrungsergänzungen. Unter dem Kapitel „Kurkuma, Gelbwurz, indischer Safran …“ wird als Wechselwirkung eine Wirkverstärkung von Blutverdünnern (Warfarin etc.) behauptet, gefolgt von einer Nummer (112), bei der es sich um eine Quellenangabe handelt, die zu einer englischsprachigen Webseite führt. Und diese Webseite behauptet wiederum, dass es diese Wirkverstärkung gäbe, gefolgt von drei Quellen zu Arbeiten, die dies belegen würden.

Eine dieser drei Arbeiten ist ein Fallbericht, auf den ich im folgenden Absatz näher eingehen werde (Fußnote 10).

Die zweite Arbeit[3] behandelt Kurkumin-Öl und dessen Einfluss auf Ischämien in der Herzmuskulatur nach Reperfusion und Thrombose. Hier taucht das Wort „Interaktionen“ oder  „Wechselwirkungen“ nicht ein einziges Mal auf. Vielmehr loben die Autoren das Öl als eine wirksame und sichere Alternative, um intravaskuläre Thrombosen zu verhindern.

Bei der dritten Arbeit[4] handelt es sich ebenfalls nicht um eine qualifizierte Studie. Auch diese Autoren stellen fest, dass Kurkumin die stärkste koagulationshemmende Wirkung bei einem Vergleich mit anderen natürlichen Substanzen mit blutverdünnenden Eigenschaften hat.

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Auf Spurensuche bei „Drugs.com“

Eine Recherche bei „Drugs.com“[5] ergab Folgendes: Im Absatz „Interaktionen“ bei Kurkuma wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten notiert, die sich angeblich mit Wechselwirkungen von Kurkuma und Antikoagulantien beschäftigt hätten.

Auch hier wurde plakativ behauptet:

„Mittel mit thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften: Kräuter (gerinnungshemmende/thrombozytenaggregationshemmende Eigenschaften) können die unerwünschte/toxische Wirkung von Arzneimitteln mit thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften verstärken. Es können Blutungen auftreten. Eine Änderung der Therapie in Betracht ziehen.“

Danach wurden vier Quellen angegeben, aus denen diese Schlussfolgerung abgeleitet worden war.

Die erste Quelle[6] stammt aus dem Jahr 2010 und ist eine Übersichtsarbeit zu Nahrungsergänzungsmitteln, die möglicherweise mit Warfarin etc. interagieren können. 180 Nahrungsergänzungsmittel stehen 120 schulmedizinischen blutverdünnenden Präparaten gegenüber. Eins davon ist Kurkumin. Am Schluss der Zusammenfassung schreibt der Autor, dass mehr Studien benötigt würden, um die Mechanismen und Wechselwirkungen überhaupt zu verstehen.

Fazit: Das ist keine klinische Studie, die Wechselwirkungen gezeigt hat (oder Wechselwirkungen hat ausschließen können). Für eine wissenschaftliche Beurteilung ist diese Arbeit kein Maßstab.

Die zweite Quelle[7] aus dem Jahr 2012 schließt sich diesem Format an: Keine klinische Studie, sondern nur ein Review = Nacherzählung dessen, was andere bereits an Hypothesen verbreitet hatten.

Die dritte Quelle[8] ist fast noch „abenteuerlicher“: Hier geht es um Zahnärzte, die ihren Patienten die Zähne ziehen, wobei es naturgemäß zu Blutungen kommt. Hier gibt es dann für den Zahnarzt einiges zu beachten, unter anderem auch die Einnahme von „Blutverdünnern“.

Der Rat der Autoren an den Zahnarzt lautet hier, blutverdünnende Nahrungsergänzungsmittel zwei Wochen vor dem Zähneziehen abzusetzen. Eine wissenschaftliche Begründung wird nicht geliefert. Auch hier geht man davon aus, dass derartige Nahrungsergänzungsmittel problematisch sein müssen.

Die vierte Quelle[9] ist ebenfalls ein Review, bei dem Datenbanken nach Wechselwirkungen zwischen natürlichen Substanzen und Medikamenten abgefragt wurden. Es geht hier also nicht speziell um Kurkuma und dessen Einfluss auf die Blutgerinnung und ist damit noch weniger geeignet, diesbezüglich zuverlässige Aussagen zu machen.

Eine einzige Arbeit[10], die spezifische Aussagen zu diesem Thema machte, kommt aus Frankreich aus dem Jahr 2014. Allerdings ist dies auch keine klinische Studie. Vielmehr handelt es sich hier um eine Fallbeschreibung, bei der eine mögliche Interaktion zwischen einem Vitamin-K-Antagonisten (Fluindione) und Kurkuma beschrieben wurde.

Die Zusammenfassung beschreibt eine Erhöhung von INR bei dem fraglichen Patienten. Es gibt aber keine konkreten Angaben zur Zahl. Stattdessen schließen die Autoren, wie wichtig es doch sei, Nahrungsergänzungsmittel und deren Nebenwirkungen scharf im Auge zu behalten. Der vollständige Text dieser „Studie“ wurde indes nicht bereitgestellt.

Ungewöhnlicherweise gibt es dafür bei „Drugs.com“ etwas mehr an Informationen zu dieser Arbeit. Die 56-jährige Patientin hatte 2,5 Gramm Kurkuma täglich für die Dauer von fünf Tagen und gleichzeitig den Vitamin-K-Antagonisten Fluindione eingenommen.

Daraufhin war die ursprüngliche INR von 2 oder 3 auf 6,5 gestiegen. An dieser Stelle würde man davon ausgehen dürfen, dass diese Patientin Blutungen erlitten hätte. Laut Bericht jedoch gab es keinerlei klinische Anzeichen für solche Blutungen.

Kann man Kurkuma und Antikoagulantien-Präparate kombinieren?

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Erkenntnisse diesbezüglich, weil sich anscheinend niemand die Mühe gemacht hat, diese Frage durch entsprechende Studien zu beantworten.

Anstelle von klinischen Studien sind dann Hypothesen als vermeintliche Tatsachen getreten, dass die Antikoagulantien der Schulmedizin und der blutverdünnende Effekt von Kurkuma zu viel des „Guten“ und daher schlecht seien. Und das, obwohl die Wirkmechanismen von Vitamin-K-Antagonisten und Kurkuma bei der Koagulationshemmung vollkommen verschieden sind.

Mein Fazit: In Anbetracht der Tatsache, dass es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Aussagen gibt, sollte man in diesem Fall die notwendige Vorsicht walten lassen. Und die besteht darin, erst einmal anzunehmen, dass hier additive Effekte auftreten können, auch wenn es Hinweise auf das Gegenteil gibt. Aber der eine Fallbericht aus Frankreich dürfte nicht ausreichen, um hier anderslautende Hypothesen aufstellen zu können.

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Dieser Beitrag wurde am 08.05.2022 erstellt.

Quellen:

[1] (news-medical.net/health/Anticoagulant-Food-Drug-Interactions.aspx)
[2] Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen von Nahrungsergänzungen | Klartext Nahrungsergänzung
[3] Anti-platelet effects of Curcuma oil in experimental models of myocardial ischemia-reperfusion and thrombosis – PubMed
[4] Inhibitory effect of compounds from Zingiberaceae species on human platelet aggregation – PubMed
[5] Turmeric Uses, Benefits & Dosage – Drugs.com Herbal Database
[6] Antithrombotic Effects of Naturally Derived Products on Coagulation and Platelet Function | SpringerLink
[7] Anticoagulant activity of select dietary supplements – PubMed
[8] An examination of the bleeding complications associated with herbal supplements, antiplatelet and anticoagulant medications – PubMed
[9] Clinical Evidence of Herb-Drug Interactions: A Systematic Review …: Ingenta Connect
[10] Probable Interaction Between an Oral Vitamin K Antagonist and Turmeric (Curcuma longa) – ScienceDirect

Aluminium im Grünen Tee? Wo kommt das denn her?

Am 23. März 2022 erschien ein interessanter Test[i] von Grünem Tee seitens der „Stiftung Warentest“. Insgesamt wurden 24 verschiedene Marken von Grüntees zum Aufbrühen sowie drei Matcha-Produkte getestet. Worauf?

Pyrrolizidinalkaloide, einer von Pflanzen synthetisierten Substanz, die sie vor Fressfeinden schützen. Pyrrolizidinalkaloide sind lebertoxisch und damit für Tier und Mensch gleichermaßen gefährlich.

Pestizide

Anthrachinon, einem seit Januar 2009 in der EU nicht mehr zugelassenen Pflanzenschutzmittel wegen des Verdachts der Kanzerogenität.

Chlorat

und Aluminium, welches in einem früheren Test von 2015 nicht getestet wurde.

Der Beitrag der „Stiftung Warentest“ erwähnt zu Beginn seiner Ausführungen eine Reihe von positiven gesundheitlichen Effekten, die dem Grünen Tee nachgesagt werden, wie zum Beispiel die Vorbeugung gegenüber Herzinfarkt und Krebs. Grüner Tee soll auch bei der Gewichtsreduktion helfen und gegen Karies schützen.

Ich hatte dazu einige ausführliche Beiträge veröffentlicht:

Grüner Tee – 7 Dinge die Sie wissen sollten – Yamedo
Grüner Tee schützt vor Alzheimer und Demenz – Doch Vorsicht!
Gesundheitsbewusste Personen trinken grünen Tee statt Kaffee

Was ich noch kaufe, wenn ich Grünen Tee kaufe

Leider gibt es die Testergebnisse von „Stiftung Warentest“ nicht gratis. In der kostenlosen Veröffentlichung (siehe Link in Fußnote) stellt die Stiftung fest, dass alle Grünen Tees Aluminium enthalten. Der Grund dafür ist, dass die Pflanze in der Lage ist, im Boden enthaltenes Aluminium aufzunehmen und zu speichern. So gelangt das Metall in den Tee.

Wir erfahren auch, das drei Produkte besonders belastet sind, und dass daher der Genuss dieser Produkte mit Einschränkungen einhergehen sollte.

Um welche Produkte handelt es sich?

„T-Online“[ii] hat ebenfalls dankenswerterweise den „Stiftung Warentest“-Test besprochen und „verpetzt“ jetzt kostenlos die kostenpflichtigen Testergebnisse. Hier erfahren wir, welches die drei Produkte mit den höchsten Konzentrationen an Aluminium sind:

„Matcha Tee“ von dm-Bio, der „Feinster Grüner Tee“ von Teekanne und der „Fair Bio-Grüner Tee“ von Aldi Nord.

Warum es Produkte mit hohen Aluminium-Konzentrationen gibt und andere Produkte mit geringeren Konzentrationen, dürfte im Wesentlichen an der Bodenbeschaffenheit liegen. Allerdings erhebt sich die Frage, wieso und weshalb unterschiedliche Aluminium-Konzentrationen in den Böden zu beobachten sind. Ich hatte zu dieser Frage einen Beitrag veröffentlicht:

Aluminium – Das Problem und die Entgiftung

Es scheint eine Menge an Ursachen zu geben, wie Aluminium in die Umwelt gelangt. Die meisten davon sind durch Menschen verursacht. Sogar Medikamente, wie Antazida, oder Deodorants enthalten Aluminiumverbindungen:

Aluminium macht krank und bringt Menschen um – Yamedo

Als weitere mögliche Quelle werden Chemtrails diskutiert:

Chemtrails – Phantasie oder Wirklichkeit? Oder ist die Verschwörung komplett? – Yamedo

Ob es jetzt wirklich Chemtrails[iii] sind, die die Luft mit Aluminium anreichern oder einfach nur „ganz normale“ Luftverschmutzungen, die sich dann praktisch auf täglicher Basis ereignen, bliebe noch zu erörtern. Jedenfalls scheint es alte Berichte des „Bayerischen Landesamt für Umwelt“ zu geben, die unter anderem von hohen Aluminium-Konzentrationen im Rahmen eines „lufthygienischen Jahresberichts“[iv] in der Luft reden, die für die Jahre 2004-2015 vorliegen.

Nicht nur Aluminium

Die Produkte von Teekanne und Aldi Nord fielen nicht nur durch hohe Konzentrationen an Aluminium auf. Sie enthielten ebenfalls Anthrachinon. Angeblich waren die entdeckten Mengen so gering, dass sie unterhalb des „EU Grenzwertes“ lagen.

Alle Produkte enthielten mehr oder weniger hohe Konzentrationen an Chlorat und Pyrrolizidinalkaloide, die allerdings ebenfalls deutlich unter den „EU Grenzwerten“ lagen.

Die Testsieger

Es gibt nur zwei Produkte, bei denen die wenigsten Schadstoffe gefunden wurden. Dies sind der lose Tee „505 Grüner Tee China Gunpowder“ von Tee Gschwendner und der Beuteltee „Grüner Tee“ von Rewe Bio. Die „Stiftung Warentest“ beurteilte beide Tees mit der Note „gut“.

Insgesamt kommt die „Stiftung Warentest“ zu der Erkenntnis, dass die Ergebnisse des neuen Tests besser ausfallen als die des Tests im Jahr 2015. Das ist ermutigend, aber auch ein wenig fragwürdig, da 2015 kein Aluminium gemessen wurde. Daher lässt sich nicht bestimmen, ob sich in diesem Bereich etwas verbessert oder verschlechtert hat. Aber auch die „Stiftung Warentest“ gibt zu bedenken, dass „nicht alles gut“ sei.

Bei den Testergebnissen für Aluminium halte ich das für gerechtfertigt.

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den “5 Wundermitteln” ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Beitragsbild: fotolia.com – NataliTerr

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2022 erstellt.

Quelle:

[i]      Grüner Tee und Matcha im Test | Stiftung Warentest
[ii]     Grüner Tee: Stiftung Warentest findet drei Tees mit hoher Aluminium-Belastung
[iii]   Die Chemtrail-Verschwörung – Ein Thema mit Brisanz. Fragen nicht erwünscht.
[iv]    Bayern: Katastrophale Konzentration von Aluminium, Barium und Arsen in der Atemluft amtlich bestätigt! – Die Stunde der Wahrheit

Was in diese idiotische Zeit passt: Heinz Rühmann als Prätorius – Zitat

[PSA] In der Rolle des Hiob Prätorious stand Heinz Rühmann vor Medizinstudenten und dozierte im Kolleg über die “Mikrobe der menschlichen Dummheit”. Er schreibt einleitend dazu:

“…andererseits war ich stolz, dass ein deutscher Schriftsteller schon vor vielen Jahren diese Worte gefunden hatte, die ihre Bedeutung für die Welt nicht verloren haben:

‘Ihr wollt also Ärztinnen werden, Kranke gesundmachen. Bravo! – Das macht viel Spaß, solange sie nicht sterben. Aber wo der Arzt ist, ist Krankheit, und wo Krankheit ist, ist Tod. (Er tritt jetzt an das Skelett und steht ihm Kopf gegen Kopf gegenüber.)
Nichts Majestätisches hat dieser Geselle. Kein Mittel ist ihm zu schlecht, keine Mikrobe zu winzig. Nicht, dass wir ihn fürchten – aber es ist unsere Pflicht als Ärzte, ihn zu hassen. Von ganzem Herzen und von ganzer Seele. In seiner Gesellschaft werdet Ihr Euch Euer ganzes Leben lang bewegen müssen. Und Ihr habt doch nur dieses eine Leben!

Wisst Ihr überhaupt, wie schön die Welt ist? (Ein paar Studenten, durcheinander: Jawohl Herr Professor.) Nichts wisst Ihr! Ihr wisst etwas von Atombomben und internationalen Konflikten. Von Völkern wisst Ihr, die, um Heim und Leben zu schützen, sich Regierungen wählten. Und dann haben sie ihr Heim verlassen und ihr Leben gegeben, um diese Regierungen zu schützen. Millionen junger Menschen, die nicht kämpfen wollten, bekämpfen Millionen anderer junger Menschen, die ebenfalls nicht kämpfen wollen. Und die Errungenschaften der Wissenschaft scheinen zu keinem anderen Zweck errungen zu sein, als um alles Errungene wieder zu zerstören!

Das ist die Welt von heute! Aber – kann das Morgen nicht anders sein? Nach dem Gesetz, dass ein Mittel gegen eine Krankheit immer dann gefunden wird, wenn diese Krankheit ihren Höhepunkt erreicht hat, nach diesem Gesetz muss heute oder morgen die Mikrobe der menschlichen Dummheit gefunden werden. (Alle trampeln, klatschen.) Und wenn es uns gelingt, ein Serum gegen die Dummheit zu finden, dann wird es im Nu keinen Hass und keine Kriege mehr geben, und an die Stelle der internationalen Diplomatie wird der gesunde Menschenverstand treten! (Sehr nachdenklich.) Die Dummheit tot – welch phantastische Perspektive -!'”

Autismus – die möglichen Ursachen wie Umwelt-Toxine sowie Heilversuche

Die Ursache des Autismus ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Trotz dieser Ungewissheit gehen viele Wissenschaftler vorerst von der Annahme aus, die Wahrnehmungs- und Verhaltensstörung sei ausschließlich genetisch bedingt. Während „Autismusähnliches Verhalten“ wieder „verschwindet“, sei „Autismus nicht heilbar“,  poltert Wikipedia (Stand 2022)

Etwas vorsichtiger konstatieren die Neurologen und Psychiater im Netz, dass die „… Heritabilität von Autismus Spektrum Störungen auf ca. 70 bis 80 % geschätzt“ wird. Gut begründet wäre demnach die Vermutung, die Inzidenz des Autismus sei annähernd konstant. Dem widersprechen jedoch steigenden Fallzahlen, die allgemein nicht bestritten werden. Einige Wissenschaftler sehen hier sogar einen besorgniserregenden Trend.

Bereits 2025 könnte der Anteil autistischer Babys in den USA 50 % betragen

1960 trat Autismus in den USA mit einer Inzidenz von 1:10.000 auf. Diese äußerst geringe Erkrankungsrate stieg bis 2012 auf 1:88. Die Biophysikerin Dr. Stephanie Seneff vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) warnte, dass im Jahr 2050 die Hälfte aller Neugeborenen unter Autismus leiden werden. Im Dezember 2016 korrigierte sie ihre Prognose: Bereits 2025 könnte der Anteil autistischer Babys in den USA 50 % betragen.

In 25 bis 30 Jahren wird ein autistisches Kind in jeder Familie die Norm sein…“ – Diese Aussage wurde bereits am Anfang der Sendung auf ARTE vom 14. Juni 2012 zum Thema „Hilfe bei Autismus – Die Rolle der Darmbakterien“ gemacht. Ich dachte sofort: „Wenn das stimmt, dann haben wir in einigen Jahren ein gewaltiges Problem…“

In der Sendung wurde von einem möglichen Zusammenhang zwischen Ernährung, Darmbakterien und Medikamenten angesprochen. Wenn man von Bakterien und Erkrankung spricht, dann assoziiert man sofort eine bakterielle Infektion. Autismus aber in einem Zusammenhang mit Bakterien zu sehen würde dann bedeuten, dass diese psychische Erkrankung auf einer Infektion beruht. Das klingt sehr weit hergeholt – und ist es vielleicht auch. Denn Autismus hat (nach heutiger Erkenntnis) mit hoher Wahrscheinlichkeit nur selten etwas mit einer Infektion zu tun.

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Beispiel: Pflanzengift Glyphosat

Das Breitband-Herbizid Glyphosat steht in erheblichem Verdacht, Autismus zu verursachen. Monsantos Roundup ist nicht nur in Lebensmitteln fast universell nachzuweisen, sondern taucht auch in Impfseren und sogar in der Muttermilch auf. 70 % aller Amerikaner haben das Gift im Urin. MIT-Forscherin Dr. Stephanie Seneff sieht in der Kontamination einen Zusammenhang zum Anstieg des Autismus. Denn Glyphosat hemmt die Synthese einiger Aminosäuren in Bakterien und könnte so auch das Mikrobiom des Menschen verändern. Diese Dysbiose ist möglicherweise nur ein Wirkmechanismus, mit dem Glyphosat Autismus zur Folge hat. Das Herbizid hemmt auch das Enzym Cytochrom P450, das hauptsächlich in der Leber vorkommt und hier Toxine in wasserlösliche Formen umwandelt. Die Gifte können dann über den Urin ausgeschieden werden, womit die Entgiftung abgeschlossen ist.

P450 hat aber noch weitere Funktionen. Es ist an der Bereitstellung von Vitamin D beteiligt und damit auch erforderlich um, den Globuline Component Macrophage-Activatin Factor (GC-MAF) zu produzieren, ein für die zelluläre Immun-Antwort unabdingbares Lymphokin. Der Neurotransmitter Andamid wird durch P540 ebenfalls zu einem entzündungshemmenden Agens umgewandelt. Dieses 5,6-EET-EAs ist in die Entgiftung von Schwermetallen im Nervensystem involviert. Wenn diese Schutzfunktion wegfällt, könnte dies auch zu Autismus führen.

Ein anderer Befund weist darauf hin, dass Glyphosat zur mitochondrialen Dysfunktion führt. Diese Beeinträchtigung der zellinternen Energie-Produzenten hat eine erhöhte Produktion von Reaktiven Sauerstoff-Spezies (ROS) zur Folge. Die aggressiven Oxidanzien entstehen durch die Aktivität der Elektronentransport-Kette innerhalb der Mitochondrien. Die Dysfunktion ist bei Kindern mit Autismus weit verbreitet, wie Untersuchungen an lymphoblastoiden Zelllinien der Erkrankten zeigen.

Glyphosat hat wohl auch einen negativen Einfluss auf das enterale Mikrobiom. Der Mechanismus, über den Glyphosat die Darmflora beschädigt, ist allerdings nicht eindeutig geklärt. Infrage kommen eine Störung der Darm-Muskulatur und eine Beeinträchtigung der Gallensäure-Sekretion sowie der Verdauungs-Enzyme Pepsin, Trypsin und Lipase. Durch diese Effekte kommt es wahrscheinlich zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, die letztlich auch die Darmflora angreifen und Autoimmun-Krankheiten heraufbeschwören.

Chlostridien als Ursache?

Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Hypothesen, die die Anwesenheit von unerwünschten Mikroorganismen im Darm für die Entstehung von Autismus verantwortlich machen.

Ein Beispiel sind die Clostridien:

Martirosian
Katedra i Zakad Mikrobiologii Lekarskiej Slaskiego Uniwersytetu Medycznego w Katowicach:
„Clostridium spp. spores in pathomechanism of autism“

Wiad Lek. 2009;62(2):119-22.

Unter den vielen Hypothesen für die Entstehung  von Autismus wird die Besiedlung des Darms mit Clostridien und deren Sporen als Schlüsseleffekt diskutiert. Exogene und endogene Sporen sind der mögliche Grund für Autismus. Antibiotika haben keinen therapeutischen Effekt auf die Sporen, die nach dem Absetzen der antibiotischen Therapie beginnen, in eine Form auszukeimen, die neurotoxische Substanzen produziert.

Autismus und Entzündungen

Auch nicht infektiöse Entzündungen der Darmschleimhaut bei werdenden Mütter spielen in der Entstehung von Autismus wohl eine Rolle. Ausgelöst werden die Störungen unter anderem durch die schon erwähnten Chemikalien aus Nahrung und Umwelt. Das Immunsystem reagiert auf die Schleimhautreizung mit der Ausschüttung von IL-17a (Interleukin 17a). Der Botenstoff sorgt auch bei Covid-19-Infektionen für die überschießende Entzündung, die den Kranken erheblich zusetzt. Tierversuche belegen, dass IL-17a die Ausdifferenzierung des Gehirns von Föten beeinträchtigt. Später zeigen die Tiere dann Zeichen von Autismus.

David Orenstein:
Research finds potential mechanism linking autism, intestinal inflammation

MIT News, 09.12.2021

Autoimmun-Störungen führen zu ähnlichen zerebralen Schäden bei ungeborenen Tieren. Dabei attackieren Antikörper des Muttertieres die Neurone der Föten.

Enstrom, A. M. et al.:
Autoimmunity in autism

National Library of Medicine, 10.05.2009

Negativer Einfluss von Antibiotika

Eine äußerst negative Auswirkung auf das Mikrobiom haben die Antibiotika in Fleischprodukten (siehe auch mein „leckerer“ Beitrag: Antibiotika bei Hühnern). Diese nutzlose Aufnahme der Medikamente verändert die Darmflora mit vielfältigen Folgen für die Gesundheit.

Dr. Sydney Martin Finegold und sein Team konnte die die oben aufgestellten Vermutungen erneut bestätigen.

Finegold et al.:
„Microbiology of regressive autism“

Anaerobe. 2012 Apr;18(2):260-2. doi: 10.1016/j.anaerobe.2011.12.018.

In dieser Veröffentlichung nehmen die Autoren Bezug auf frühere Veröffentlichungen zu Untersuchungen von Stuhlproben. Die neuen Ergebnisse bestätigen dabei den ursprünglichen Anfangsverdacht, dass Desulfovibrio eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus spielen kann.

Die Autoren beobachteten auch, dass der Einsatz von Penicillin, Clindamycin und Cephalosporinen einen nachhaltigen Einfluss auf eine normale Darmflora haben. Sie sind augenscheinlich der Grund für ein Überwachstum von Bakterien wie Clostridium difficile und besonders Desulfovibrio. Da diese Antibiotika häufig bei Kindern zum Einsatz kommen, die unter Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs leiden, aber auch anderen Infektionen, besteht hier der Zusammenhang zwischen Antibiotikaeinsatz und Schädigung der Darmflora und einer sich daraus ergebenden Vermehrung von „Autismus“-Bakterien.

Alle guten Dinge sind drei. Nachdem man zuvor den Zusammenhang zwischen Autismus und „schlechten“ Bakterien nicht hat sehen können (oder wollen), tritt nun ein neuer Kandidat ins Rennen.

Benach et al.: Departments of Molecular Genetics and Microbiology, Medicine and Pediatrics, Stony Brook University, New York, USA
„A microbial association with autism“; 
MBio. 2012 Feb 14;3(1). pii: e00019-12. doi: 10.1128/mBio.00019-12. Print 2012.

Die Autoren bemerken, dass Autismus oft  mit einer Reihe von gastrointestinalen Begleiterkrankungen, wie chronische Verstopfung, Durchfälle, Bauchschmerzen, gastroösophagialer Reflux, Erbrechen etc. verschwägert ist. Ein Konsens der „American Academy of Pediatrics“ befürwortete unlängst die Durchführung von prospektiven Studien, die die Häufigkeit von gastrointestinalen Problemen bei autistischen Patienten untersuchen und die pathophysiologischen Mechanismen dafür erhellen. Im Zuge dieses Konsenses wurde eine Arbeit von Williams et al. veröffentlicht, die zeigen konnte, dass Sutterella Arten in Schleimhautbiopsien aus dem Ileum von Autisten nachgewiesen werden konnten, die bei nicht autistischen Kindern mit gastrointestinalen Problemen nicht vorhanden waren. Die Autoren vermuten daher eine spezifische Rolle für Sutterella bei der Pathogenese des Autismus. Die relative Häufigkeit von Sutterella im Ileum betrug zwischen 1 und 7 Prozent der totalen Bakterienpopulation, was einen unverhältnismäßig hohen prozentualen Anteil darstellt, der sogar noch den von Morbus Crohn übertrifft.

Wenn also Bakterien eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus spielen, dann wäre es denkbar, dass eine nachhaltige Regeneration der normalen Darmflora zur therapeutischen Lösung dieses Problems beiträgt. Es gibt Berichte, demzufolge Antibiotika, die spezifisch gegen Clostridien wirksam sind, zu einer Verbesserung der Symptomatik von Autismus führen können. Von daher gibt es Überlegungen, Probiotika bei dieser Indikation einzusetzen, um einen normalisierenden Effekt zu erreichen.

Critchfield et al.: Department of Medical Microbiology and Immunology, University of California, Davis, USA.„The potential role of probiotics in the management of childhood autism spectrum disorders“; Gastroenterol Res Pract. 2011;2011:161358.

Leider handelt es sich bei diesem Beitrag noch nicht um eine einschlägige Studie, wo Probiotika bei Autisten zum Einsatz kamen und entsprechende Ergebnisse zu beobachten waren. Diese Veröffentlichung ist eine Zusammenfassung älterer Berichte unter dem Aspekt der Auswirkungen auf autistische Symptome. Die Autoren berichten z.B., dass (siehe weiter oben) der kurzfristige Einsatz spezieller Antibiotika gegen unerwünschte Bakterien bei einigen Patienten zu einer Verbesserung der Verhaltenssymptomatik führte. Da Probiotika die Zusammenstellung der Darmflora regulieren und die intestinale Barrierefunktion verbessern können, würde es Sinn machen, diese als neuartigen Therapieansatz in die Behandlung von Autismus einzuführen. Eine Überprüfung der Literatur unter diesem Aspekt bestätigt diese Vermutung als einen vielversprechenden Weg.

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Heilversuche mit GC-MAF

Ein Heilversuch des US-amerikanischen Arztes Dr. Jeffrey Bradstreet soll belegen, dass Autismus durch Injektionen mit dem Protein GC-MAF bei vielen der behandelten Kinder die Erkrankung heilen oder lindern konnte.

Viren können die Synthese des Eiweißes blockieren, weswegen eine medikamentöse Gabe von GC-MAF aus menschlichem Blutplasma helfen soll. ImVerlauf der Behandlungen nach Dr. Bradstreet kam es zu tödlichen Zwischenfällen (was ich bei einem so relativ „gravierenden“ Eingriff fast erwartet hätte). Daher werden die Injektionen heute nicht mehr durchgeführt. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass virale Infektionen bei Autismus eine Rolle spielen können.

Heilversuche mit Antiparasitenmittel

Eine andere Erklärung klingt interessant und greift auf ein älteres Medikament zurück, das als Antiparasitikum bekannt wurde: Low-dose suramin in autism spectrum disorder: a small, phase I/II, randomized clinical trial

Ein Analogon des Azofarbstoffes Trypanblau wird seit fast 100 Jahren für die Behandlung der Schlafkrankheit und Trypanosomen-Infektionen eingesetzt. Dieses Suramin zählt auch zu den sogenannten „Antipurinergika“, die an den membranständigen Purinrezeptor binden und ihn dadurch beeinflussen. Die Rezeptoren erkennen die Konzentration von Adenosin, Adenosinmono, -di und -triphosphat. Die Purine liefern dem Körper Stoffwechselenergie und sind für die Purinrezeptoren deswegen auch adäquate Reize zur Erkennung von kritischen Zuständen im Organismus. Darauf reagieren die Rezeptoren mit einem Signal, das den Stoffwechsel an die Situation anpasst. Der Entdecker des Prinzips ist der Arzt Dr. Robert Naviaux von der University of California und nennt den Vorgang „Cell Danger Response“ (CDR).

Folge der CDR ist aber leider auch, dass Neurone mit weniger Stoffwechselenergie versorgt werden. Schaden nehmen die Zellen deswegen nicht, weil der Alarmzustand nur kurze Zeit anhält. Erfolgt jedoch keine Umschaltung zurück auf den Normalzustand, erleiden Nervenzellen und Gehirn Schädigungen. Besonders bei Heranwachsenden und auch schon im Mutterleib soll dies geschehen können. Dann kommt es zu neurodegenerativen Syndromen wie Autismus. Dr. Naviaux gelang es, den pathologisch manifestierten Krisenmodus zu beenden. Mit einmaligen Suramin-Injektionen konnte er bei 10 Jungen die schlimmsten Beschwerden von Autismus lindern. Zwei Wochen nach der Behandlung gingen chronisch-stereotype Verhaltensweisen zurück und sprachliche Fähigkeiten verbesserten sich. Auch das Sozialverhalten veränderte sich in Richtung auf positiv bewertete Aspekte.

Vitalstoffe gegen Autismus?

Prof. Dr. Richard Frye empfiehlt gegen Autismus eine Reihe von Vitalstoffen, insbesondere bei mitochondrialer Dysfunktion.

Frye, R.: Mitochondrial Dysfunction in Autism Spectrum Disorder: Unique Abnormalities and Targeted Treatments,  National Library of Medicine, 23.06.2020, doi: 10.1016/j.spen.2020.100829

Diese Vitalstoffe sind mit Autismus korreliert und könnten nach Meinung von Dr Frye helfen:

 

Die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), B9 (Folat), B12 (Methylcobalamin)
Vitamin C
Vitamin E
Coenzym Q10
L-Carnitin
Acetyl-L-Carnitin
Kreatin-Monohydrat
Alpha-Liponsäure
N-Acetyl-L-Cystein (NAC)
Zink

Fazit

Keiner weiß eigentlich nichts Genaues. Ob Impfungen Autismus auslösen, ist weder bewiesen noch ist das Gegenteil bewiesen. Es sind Zusammenhänge beobachtet worden, die aber noch nichts über die Kausalitäten aussagen. Das enorme Anwachsen der Erkrankung legt allerdings nahe, dass hier ökologische Faktoren im Spiel sind.

Diese Einflüsse wirken auf das Immunsystem und über den „bakterielle Weg“.  Der Ansatz scheint etwas solider zu sein, als die bloße Aussage, Autismus sei eben genetisch bedingt (und damit nicht zu ändern).  Mit den neuen Erklärungsversuchen bekommen wir langsam einen „Fuß in die Tür“, hinter der sich bis jetzt noch kausale Zusammenhänge verbergen. Wenn ich allerdings daran denke, was ich mir noch vor 10 Jahren bezüglich einer Therapie mit Probiotika anhören musste, wird mir angesichts der Ignoranz mancher Ärzte immer noch schlecht. (Tut mir leid, aber diese kleine Entgleisung sei mir gestattet…)

Autismus lässt sich heute noch nicht im Blut feststellen. Es gilt als eine psychische Erkrankung, die mit physischen Parametern nur schwer in Zusammenhang zu bringen ist. Wie jede andere psychische Erkrankung auch. Aber bei der Untersuchung der neurologischen Komponenten auch das „Bauchhirn“ mit einzubeziehen, ist schulmedizinisch gesehen unkonventionell und damit vielversprechend.

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Dieser Artikel wurde am 15.06.2012 erstellt und letztmalig am 21.03.2022 bearbeitet. Bild: fotolia.com

Den Fluch des Bösen brechen – Eine indigene Perspektive

von Paul Levy

Wir als Spezies befinden uns inmitten einer massiven psychischen Epidemie, die sich seit Anbeginn der Zeit im Kessel der Menschheit zusammenbraut. Diese psychospirituelle Krankheit der Seele – die von den amerikanischen Ureinwohnern Wetiko genannt wird – kann als Fehler im System betrachtet werden. Sie informiert und belebt den Wahnsinn, der sich in unserem Leben, sowohl individuell als auch kollektiv, auf der Weltbühne abspielt.

In den Mythologien der amerikanischen Ureinwohner wird die mythische Figur des Wetiko als ein kannibalischer Geist dargestellt, der Gier und Exzess verkörpert und von Menschen Besitz ergreifen kann. Der Wetiko war einst ein menschliches Wesen, aber seine Gier und Selbstsucht haben ihn in ein räuberisches Monster verwandelt. In der indianischen Mythologie wird daher angenommen, dass nachsichtige, selbstzerstörerische Gewohnheiten von Wetiko inspiriert werden. Nach Ansicht der amerikanischen Ureinwohner sind diejenigen, die zu Wetikos geworden sind, Individuen, die “ihren Verstand verloren haben”, ein Ausdruck, der nicht nur bedeutet, dass man nicht bei Verstand ist, sondern auch, dass man nicht weiß, was man tut (man handelt “unwissentlich”). Die amerikanischen Ureinwohner haben die Wetiko oft als Menschen mit einem kalten, eisigen Herzen dargestellt, die keine Gnade kennen. Wie Kannibalen konsumieren diejenigen, die von Wetiko übernommen wurden, die Lebenskraft anderer – menschlicher und nicht-menschlicher – zu privaten Zwecken oder für den eigenen Profit und tun dies, ohne von ihrem eigenen Leben etwas von echtem Wert zurückzugeben.

Weiterlesen: https://www.theosophical.org/publications/quest-magazine/3472-dispelling-wetiko-breaking-the-curse-of-evil

Der Beitrag Den Fluch des Bösen brechen – Eine indigene Perspektive erschien zuerst auf Auf Spurensuche nach Natürlichkeit.

Kann Rheinland-Pfalz auf 13.000 medizinische Beschäftige verzichten?

Offenbar bejaht die Landesregierung diese Frage. Auf swr.de ist am 10.3. zu lesen:

»In der nächsten Woche tritt auch in Rheinland-Pfalz die einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht in Kraft. Derzeit haben etwa 13.000 Beschäftigte keinen entsprechenden Impfstatus…

Laut Gesundheitsministeriums sind etwa 175.000 Beschäftigte im Land verpflichtet, ihre Immunisierung durch eine Impfung oder Genesung nachzuweisen. Oder sie müssen ein Attest vorlegen, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können…

Weiterlesen auf: https://www.corodok.de/kann-rheinland-pfalz/

Gibt es wirklich unabhängige Patientenberatung?

Viele Krankenkassen haben große rechtliche Bedenken, wenn ihre Mitglieder eine individuelle Beratung von ihnen erbitten. Sehr wohl verfügen sie über eine Flut fertiger, allgemeiner, zuweilen aktualisierter Hochglanzbroschüren, die zum Beispiel den Sinn und Zweck bestimmter regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen anpreisen.

Selbstverständlich beschränkt sich hier jegliche Beratung auf jene Maßnahmen, die die Kassen dann auch übernehmen. Wer Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist, kann ein Lied davon singen, was im Leistungskatalog in den letzten Jahren alles gekürzt oder ganz gestrichen wurde, immer unter der Prämisse, dass die Kassen sparen müssen.

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So geschehen Wunder bei Anwendung wissensbasierter Medizin

Seit Anfang 2020 haben offenbar Virologen den öffentlichen Diskurs gepachtet. Das Resultat sind unqualifizierte Aussagen über Immunität und das Immunsystem. Scharf zutage getreten ist auch der Unterschied zwischen Schulmedizin und wissensbasierter Medizin. Das möchte ich an zwei Beispielen erläutern. Von Dr. Peter F. Mayer Zunächst zu den Virologen. Dazu ein Beispiel für viele ähnliche.

In … Weiterlesen So geschehen Wunder bei Anwendung wissensbasierter Medizin