Zukunftshoffnung Homöopathie: Die Banerji-Protokolle

Gibt es auch in der Homöopathie Querdenker? Ja, denn häufig macht die pure Not erfinderisch. Vor allem bei Krebs entwickelte die indische Ärztefamilie Banerji ein erfolgreiches Therapiekonzept, das bestimmte Mittel schematisch nach Krankheitstyp verordnet, somit nicht dem strengen Prinzip Hahnemanns folgt. Doch der Outcome gab dieser revolutionären Idee Recht. Eingangs eine Frage zur so genannten […]

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„Komplette Manipulation des Bewusstseins“ – Interview mit Vorsitzenden der „Neuen Gesellschaft für Psychologie“

Wäre Sigmund Freud ein Querdenker? Vor dem Kongress der “Neuen Gesellschaft für Psychologie” nimmt ihr Vorsitzender, Klaus-Jürgen Bruder, Stellung zum geistigen Zustand unserer Gesellschaft.  Die „Neue Gesellschaft für Psychologie“ wurde 1991 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Schon 2017 wurde ihr vorgeworfen, sie würde immer mehr zu „Verschwörungstheorien“, vor allem durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen […]

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Remdesivir – Wieder eine gefälschte Studie

Das Thema „gefälschte Studien“ scheint eine Art „Evergreen“ zu sein. Hier eine kleine Auswahl meiner Beiträge dazu:

Arzneimittelstudien: Noch mehr bittere Pillen.
Man glaubt es kaum: Erfundene Arzneimittelstudien.
Die Machenschaften der Firma Pfizer – Eine unendliche Geschichte.
Medikamente-Studien: Die Hälfte der Nebenwirkungen wird verschwiegen!
Der Covid-19-Studien-Skandal – Oder: Die Daten-Pandemie in der Covid-Forschung.
Gefälschte Studien zum Masern-Mumps-Röteln Impfstoff der Firma Merck? Zwei Wissenschaftler klagen an.
Pharmaskandal – Gefälschte Arzneimittelstudien durch GKV Bio?
MMR-Impfung und Autismus – Also doch!
Die Tamiflu-Lüge.

Schulmedizinische Studien und ihre Fälschungen, eine „never ending story“?

Am 16. April 2022 veröffentlichte die „Epoch Times“ einen Beitrag, bei dem es wieder einmal um Dr. Fauci und seine Machenschaften ging (Link).

Diesmal war publik geworden, dass eine im Jahr 2020 durchgeführte und jetzt bereits veröffentlichte Studie mit Remdesivir noch innerhalb ihrer Laufzeit signifikant verändert worden war. Was wurde verändert?

Die Autoren hatten gleich den Endpunkt, also das Studienziel, verändert – eine Praxis, die in der Zeit, wo Wissenschaft noch Wissenschaft war, das Studienende bedeutet hätte.

Das ursprüngliche Ziel der Studie war, Remdesivir auf seine Fähigkeit zu prüfen, inwieweit die Substanz in der Lage war, nach 15 Tagen Behandlung Covid-19-Patienten vor Tod und Hospitalisierungen zu schützen. Bei der Änderung wurde dann der Schutz vor Tod und Hospitalisierungen fallen gelassen und durch den Grad der Genesung nach 29 Tagen ersetzt.

(Link).

Gilead, der Hersteller der Substanz, hatte dann am 29. April 2020 die Studienergebnisse stolz verkündet. Und kurz danach war es dann Fauci, der diese tollen Ergebnisse den Reportern im Weißen Haus übermittelte. Er erzählte seinen Zuhörern, dass Remdesivir „das Virus blockieren kann“, ohne aber auf die Veränderungen im Studienprotokoll hinzuweisen.

Inzwischen gibt es eine Flut an Anfragen zu dieser Protokolländerung, die von den Autoren der Studie und Faucis NIAID mit allerlei seltsamen Ausreden beantwortet wurden:

„Als die Studie ursprünglich konzipiert wurde, war wenig über den natürlichen Verlauf von COVID-19 bekannt, und der ursprünglich gewählte Endpunkt sah einen einzigen Zeitpunkt für die Bewertung vor, nämlich Tag 14. Mit dem wachsenden Wissen während der Epidemie erfuhren wir jedoch, dass der Verlauf von COVID-19 langwieriger ist als bisher bekannt. Außerdem wurden Bedenken geäußert, ob man sich bei der Bewertung der Behandlungseffekte auf einen einzigen Zeitpunkt verlassen sollte.“

Inzwischen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass SARS-CoV-2 ein Produkt des Virologielabors in Wuhan ist, zu dem Fauci enge Beziehungen pflegte. Da klingt es seltsam, dass man ein Virus kreiert, aber danach angeblich nicht weiß (oder wissen will), welche Eigenschaften dieses Virus hat? Und weil man von seinem eigenen Produkt nichts weiß, wird das Studienprotokoll verändert?

Eigenartig bei dieser Protokollveränderung ist auch, dass die Endpunkte Tod und Hospitalisierung verschwanden. Hätte es sich nur um den „unbekannten“ Verlauf von Covid-19 gehandelt, hätte man lediglich die Zeitpunkte für die Bewertung hinausschieben können, aber nicht gleich die gesamte Bewertung verändern müssen.

Dank dieser Fälschung wurde Remdesivir mit sofortiger Wirkung als neuer „Behandlungsstandard“ für Covid-19-Patienten erklärt. Die fälschungssichere Realität zeigte dann, wie wirksam und sicher Remdesivir wirklich ist:

“Corona-Medikament” Remdesivir – Ich würde das Zeug nicht haben wollen.

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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2022 erstellt.

Affenpocken: Wahrheit gegen Angstmache

Ist der Ausbruch der Affenpocken eine echte Bedrohung oder nur eine weitere Form der Kontrolle durch Waffen? Dr. Robert Malone äußert sich zu der Frage, was wirklich vor sich geht.

Zunächst einmal sind die Affenpocken so etwas wie ein Cousin der Pocken, aber nicht auf der gleichen Stufe der Bedrohung der öffentlichen Gesundheit wie die Pocken, sagt Malone: “Jeder, der etwas anderes behauptet, betreibt oder unterstützt im Grunde genommen waffengestützte Propaganda für die öffentliche Gesundheit. Mit anderen Worten: Sie verbreiten Angstmacherei für die öffentliche Gesundheit.

Tatsächlich, so fügt er hinzu, sind die Symptome viel milder als bei den Pocken, mit grippeähnlichen Symptomen wie “Fieber, Körperschmerzen, Schüttelfrost – zusammen mit geschwollenen Lymphknoten. Häufig wird ein Ausschlag auf der Handfläche beobachtet. Im letzten Stadium der Krankheit, das in manchen Fällen bis zu einem Monat oder länger andauern kann, können kleine Läsionen auftreten, die eine Kruste entwickeln und zu einer kleinen depigmentierten Narbe führen können.”

Außerdem gibt es keine Hinweise auf eine asymptomatische Ausbreitung der Affenpocken; sie werden nur von Mensch zu Mensch übertragen.

Quelle: https://rwmalonemd.substack.com/p/monkey-pox

Melisse – Heilpflanzen gegen Viren

[PSA]

Viren waren längst da, bevor wir als Menschen da waren. Viren sind vielfältig, wandlungsfähig und können Resistenzen ausbilden. Sie besitzen kein Gehirn und kein Bewusstsein und sind doch nicht zu unterschätzen.

Was ist der Grund, weshalb sie im Laufe der Zeit nicht in der Lage waren sämtliche lebenden Organismen zu infizieren und schließlich zu eliminieren? Die Natur verfügt seit jeher über intelligente Mechanismen in Form biologischer Barrieren, um den Vormarsch von Viren zu begrenzen: körpereigene Abwehrmechanismen und Arzneipflanzen.

Eine dieser höchst effektiven Arzneipflanzen ist die Melisse. Sie ist als Lebensmittel und zugleich als pflanzliches Virostatikum seit Jahrhunderten bekannt. Auch aktuelle Studien weisen ihre Widerstandsfähigkeit fördernde und starke antivirale Wirkung gegenüber zahlreichen Viren nach.1-9 Die in der Melisse vorhandenen natürlichen Wirkstoffe hemmen die Anlagerung und das Eindringen von Viren in noch nicht infizierte Körperzellen durch Blockierung der Virusbindung an zelluläre Oberflächenproteine und Zellrezeptoren teils um mehr als 95 %. Zusätzlich wurde eine signifikante Unterbindung der Vermehrungsfähigkeit von Viren festgestellt. Diese Wirkungen betraf auch Viren, die bereits Resistenzen gegen gängige chemische Virostatika wie z.B. Aciclovir® entwickelt hatten.Während die Resistenz- und Rezidiv-Häufigkeit bei chemischen Medikamenten zunehmen, nehmen Rezidive durch die Anwendung von Melisse ab.

Neben der direkten Wirkung auf Viren verfügt die Arzneipflanze über eine indirekte psycho-neuro-immunologische Wirkung, um viralen Erkrankungen Einhalt zu gebieten. Melisse ist nämlich auch neuroprotektiv, beruhigend, stimmungsaufhellend, Aufmerksamkeit und Gedächtnis fördernd, entspannend, angstreduzierend und krampflösend.

Durch die Stärkung der psychischen Resilienz, die auf der Wirkung auf das zentrale Nervensystem beruht, lässt sich über körpereigene Regulationsmechanismen eine Stärkung und Optimierung des Immunsystems erreichen. Dass sich durch psychischen Stress Botenstoffe im Nervensystems bilden, die sich negativ auf das Immunsystem auswirken und z. B. schützendes sekretorisches Immunglobulin A absenken, die Aktivität von Makrophagen, T- und B-Lymphozyten, sowie der natürlichen Killerzellen mindern und insgesamt eine Verschlechterung der Immunkompetenz herbeiführen, ist keine neue Erkenntnis. Diese Situation ist in der Psychoneuroimmunologie als „Open-Window-Phänomen“ bekannt, d. h. ein auf diese Weise geschwächtes Immunsystem kann Krankheitserreger nicht mehr ausreichend abwehren und beseitigen, es steigt die Infektionshäufigkeit und die Entstehung bzw. Verschlechterung von Krankheiten wird begünstigt.10-13 Melisse kann diesen negativen Abläufen beachtlich entgegenwirken und die Funktion des Immunsystems wieder aufrichten.

Der enorme Gehalt an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen (wie z.B. Vitamin A, B2, Folsäure, Zink und essentielle Aminosäuren) macht Melisse zudem zu einer Mikronährstoffbombe, die synthetische Nahrungsergänzungsmittel in den Schatten stellt.

Die Melisse wirkt demnach über mehrere Wirkebenen. Voraussetzung für die therapeutische Wirkung ist allerdings die wirkstofferhaltende Verarbeitung der Pflanze, die sowohl die volle Wirkstoffbreite als auch die Wirkstoffhöhe hunderter Inhaltsstoffe garantiert. In der Traditionellen Medizin war man sich der Wichtigkeit der richtigen Verarbeitung bewusst, die langsam und schonend bei Temperaturen zwischen 5-40°C erfolgen musste, um die temperaturempfindlichen Inhaltsstoffe zu bewahren und die Pflanze naturrein und ohne Zusätze beließ. Das traditionelle Sansalva® -Verfahren folgt diesem Wissen.

Im Gegensatz dazu lässt die heutige moderne Agrar- und Pharmaindustrie mit ihren üblicherweise eingesetzten Verarbeitungstemperaturen von -198°C und über 140°C, chemischen Zusatzstoffen, Extraktions- und Isolationsverfahren leider vom ursprünglichen Potenzial der Arzneipflanze Melisse wenig übrig. Schauen Sie also genau hin, welche Qualität sie einkaufen.

Die Arzneipflanze Melisse mit ihrer therapeutischen Kompetenz kann eine wertvolle Unterstützung Ihres Immunsystems bei der Begegnung mit Viren sein.
Empfehlenswert sind täglich 2-4 g.
Bitte nicht erhitzen. Mit oder nach den Mahlzeiten einnehmen.

Melisse Bio-Kräuter-Tabs
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Literaturquellen:

1 Pourghanbari G, Nili H, Moattari A, et al. Antiviral activity of the oseltamivir and Melissa officinalis L. essential oil against avian influenza A virus (H9N2), Virusdisease. 2016 Jun; 27(2): 170–178.
2 Moradi MT, et al., In Vitro Anti-adenovirus Activity, Antioxidant Potential and total Phenolic Compounds of Melissa officinalis L. (Lemon Balm) Extract, International Journal of Pharmacognosy and Phytochemical Research 2016; 8(9); 1471-1477.
3 Astani A, Heidary NM, Schnitzler P. Attachment and penetration of acyclovir-resistant herpes simplex virus are inhibited by Melissa officinalis extract. Phytother Res 2014, epub ehead of print. doi:10.1002/ptr.5166.
4 Mazzanti G, Battinelli L, Pompeo C, et al. Inhibitory activity of Melissa officinalis L. extract on Herpes simplex virus type 2 replication. Nat Prod Res. 2008; 22:1433-1440.
5 Geuenich S, Goffinet C, Venzke S, et al. Aqueous extracts from peppermint, sage and lemon balm leaves display potent anti-HIV-1 activity by increasing the virion density. Retrovirology. 2008; 5:27.
6 Nascimento, GGF, et al. Antibacterial activity of plant extracts and phytochemicals on antibiotic-resistant bacteria. Brazilian journal of microbiology. 2000; 31:247-256.
7 Jones CLA. The antibiotic alternative. Rochester, 2000, VT: Healing Arts Press.
8Brendler T, et al., Lemon balm (Melissa officinalis L.): an evidencebased systematic review by the Natural Standard Research Collaboration.
9 Journal of herbal pharmacotherapy. 2005; 5 (4):71-114. Wong, AH, Smith M, Boon HS. Herbal remedies in psychiatric practice. Arch. gen. Psychiatry. 1998; 55(11):1033-1044.
10 Kennedy DO, Little W, Scholey AB. Attenuation of laboratory-induced stress in humans after acute administration of Melissa officinalis (Lemon Balm). Psychosom Med. 2004; 66(4):607-613.
11 Kennedy DO, et al. Modulation of mood and cognitive performance following acute administration of Melissa officinalis (lemon balm). Pharmacology, biochemistry and behavior, 2002; 72:953-964.
12 Rainer H. Straub: Vernetztes Denken in der biomedizinischen Forschung. Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie. 2005, ISBN 3-525-45050-8.
13 Ulrike Ehlert, Roland von Känel (Hrsg.): Psychoendokrinologie und Psychoimmunologie. Springer Verlag, 2011, ISBN 978-3-642-16963-2.

Kurkuma gegen chronische Schmerzen?

Kurkuma hat erstaunliche Heilwirkungen. Und wenn man sich die Studienlage dazu ansieht, dann ist es für mich völlig unverständlich, wie Millionen von Schmerzpatienten immer noch auf die nebenwirkungsträchtigen Medikamente der Schulmedizin setzen.

Über die erstaunlichen Heilwirkungen von Kurkuma hatte ich bereits mehrfach in folgenden Beiträgen berichtet:

Kurkuma – Die erstaunlichen Heilwirkungen der Gelbwurz.
Kurkuma und Blutverdünner – passt das zusammen?
Kurkuma gegen Covid-19? Antivirale Eigenschaften und gegen Zytokinstürme.

Anfang Mai 2022 veröffentlichte „GreenMedInfo“ eine interessante Besprechung von einigen wissenschaftlichen Arbeiten, wo es um die Wirksamkeit von Kurkuma bei chronischen Schmerzen ging (Link).

Inzwischen gilt es als wahrscheinlich, dass Kurkuma in der Lage ist, Muskelschmerzen nach sportlicher Betätigung (Muskelkater etc.) zu lindern, indem der Grad der Schädigung der Muskulatur und Entzündung reduziert wird (Link).

Aber wie sieht es bei chronischen Schmerzen aus? Ist hier Kurkuma ähnlich wirksam wie die üblichen schulmedizinischen Alternativen, die nichtsteroidalen Antirheumatika, nur mit deutlich weniger toxischen Nebenwirkungen?

Chronische Schmerzen und neue Studien

Rund ein Viertel der Deutschen leidet an chronischen Schmerzen. In den USA sind es mit rund 20 % nur unwesentlich weniger. Als Hauptursache gelten in der Schulmedizin Muskel- und Gelenkerkrankungen. Die Schmerzen basieren angeblich auf strukturellen Veränderungen innerhalb der Gelenke, wie zum Beispiel der Abbau von Knochenmaterial und schützenden Knorpel. Die Schmerzen beruhen dann auf chronischen Entzündungen in den Gelenken und den Gelenkkapseln.

Bei der Arthrose kommt es zu “Verschleißerscheinungen der Gelenke”, die ebenfalls permanente Schmerzen und im fortgeschrittenen Stadium ausgeprägte Behinderungen verursachen.

Nach neueren Erkenntnissen, die ich aus der Praxis nur bestätigen kann, kommen die Schmerzen in den selteneren Fällen aus den “Knochen”. Die meisten Schmerzen sind eine Komponente aus niedriggradigen Entzündungen durch “mangelhafte” Ernährung, Vitalstoffdefizite und “nicht strukturiertem” Gewebe, vor allem der Faszien (=Bindegewebe). Über die Faktoren habe ich bereits hinlänglich berichtet.

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Da bei den meisten Schmerzzuständen eben diese niedriggradigen / unterschwelligen Entzündungen vorhanden sind, ist auch klar, dass Kurkuma effektiv ist. Eine Studie wurde dazu im März 2020 veröffentlicht (Link).

Hier wurde ein Kurkuma-Extrakt mit Naproxen, einem Schmerzmittel mit fiebersenkenden Eigenschaften, welches die Bildung von Prostaglandinen hemmt, verglichen. Teilnehmer waren 60 Patienten mit Knie-Arthrose. Als Biomarker wurde Prostaglandin E2 gemessen, einem Molekül, welches die Immunfunktion und Entzündungsreaktion reguliert. Außerdem wurden die Patienten nach dem Grad ihrer Schmerzen befragt.

Das Ergebnis war, dass Schmerzen und Prostaglandin E2 deutlich in beiden Gruppen nachließen. Deutliche Unterschiede zeigten sich bei den Nebenwirkungen, die in der Naproxen-Gruppe deutlich höher ausfielen.

Ein Blick auf das pharmakologische Profil in Bezug auf Nebenwirkungen zeigt auf „Drugs.com“ eine „imposante“ Liste an verschiedenen häufigen Nebenwirkungen bezüglich Naproxen. Dazu zählen unter der Kategorie „sehr häufig“ (10 % und häufiger) Dyspepsie (Verdauungsstörungen), Reflux, Übelkeit, Verstopfungen, Kopfschmerzen, grippeartige Symptome etc.

Zu den „häufigen“ (1-10 %) Symptomen zählen Verwirrung, Rückenschmerzen, Harnwegsinfektionen, Tinnitus, Fatigue, Infektionen, Ödeme, Atemnot, Entzündungen im Hals- und Nasenbereich (interessant für eine Substanz, die als angeblich „entzündungshemmend“ gilt), Hautrötungen, Ausschläge, kleinere Hautblutungen, Schwindel, Benommenheit, Durchfall, Bauchschmerzen etc. (Link).

All diese „sehr häufigen und häufigen“ Nebenwirkungen sind unter der Gabe von Kurkuma bislang nicht beobachtet worden. Auch in meiner Praxis habe ich bisher keinerlei Nebenwirkungen mit Kurkuma erlebt.

Im April 2021 wurde eine spanische Studie veröffentlicht, die mit 68 Patienten den Effekt von Kurkuma-Extrakt auf Schmerzen des Kniegelenks untersucht hatte (Link).

Auch hier zeigte sich, dass nach zehn Tagen der schmerzlindernde Effekt im Vergleich zu Placebo ähnlich stark ausgeprägt war. Eigenartigerweise nahmen die Autoren als Placebo Brauhefe, die eine ausgezeichnete Quelle für nahezu den gesamten Vitamin-B-Komplex ist. Wollten die Autoren hier dem Kurkumin eine „Placebowirkung“ unterjubeln?

Ein signifikanter Unterschied zu diesem „Placebo“ war eine deutliche Reduzierung des C-reaktiven Proteins durch Kurkuma, was die Autoren als einen direkten schmerzstillenden Effekt durch Senkung der Entzündungsreaktion werteten. Dies resultierte auch in der Beobachtung, dass nur die Kurkuma-Gruppe über eine Schmerzlinderung während der Nacht im Bett und bei aufrechtem Stand berichten konnte.

Dosierung

Die beste Dosierung, die sich aus diesen Studien zur Behandlung von Schmerzen bei Arthritis und Arthrose ergeben hatte, liegt bei 500 Milligramm Kurkuma-Extrakt, die zweimal am Tag gegeben über einen Zeitraum von drei Monaten werden, um einen optimalen Effekt auf die Schmerzlinderung zu erzielen.

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Homöopathie und Grippe

Jeder, der sich mit Medizin und/oder Fragen der Gesundheit beschäftigt, hat schon einmal etwas von der „Spanischen Grippe“ gehört oder gelesen. Gerne wird diese Katastrophe in der Menschheitsgeschichte, die 50 Millionen Menschen das Leben gekostet hatte, als ein wichtiger Hinweis genommen, dass Impfungen zu diesem Zeitpunkt noch mehr Todesopfer verhindert hatten. Seltsamerweise erklärt diese Erklärung nicht, warum es trotz Impfung zu einer so hohen Opferzahl gekommen ist. In meinem Beitrag dazu, den ich vor längerer Zeit veröffentlicht hatte, gehe ich näher auf diese Umstände ein: Spanische Grippe 1918 -Was passierte wirklich?

Wie man eine Katastrophe funktionalisiert

Rechtzeitig vor dem Winter kommen regelmäßig offizielle Empfehlungen, sich auf jeden Fall zu wappnen, indem man sich einer Grippeimpfung unterzieht. Begründet wird dies mit entsprechenden Fallzahlen, die angeblich Todesopfer einer Grippeepidemie darstellen. Und auch der Verweis auf die „Spanische Grippe“ taucht in diesem Zusammenhang des Öfteren auf.

So behauptet zum Beispiel die CDC in den USA (die verantwortlich ist für die manipulierte deStefano Studie [1] ), dass jährlich in den USA zwischen 12.000 und 56.000 Menschen an der Grippe sterben. Demgegenüber veröffentlichte das Cochrane Institut [2] , dass bei genauerem Hinsehen bestenfalls 1000 Todesopfer der Grippeinfektion anzulasten sind.

Kann es also sein, dass die heutige Dramatisierung der Grippe und ihrer angeblichen Todesopfer ein Spiegelbild der „Spanischen Grippe“ darstellt, bei der man ebenfalls aus bestimmten Gründen aus einer Mücke einen Elefanten gezaubert hat?

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Vor allem wenn Sie für den Erhalt der Homöopathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die “Politik” und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Homöopathie zu verbieten und / oder abzuschaffen!

Die „verrückte“ Rolle von Fieber

Fieber ist keine Krankheit! So lautet der Beitrag, mit dem ich das Phänomen „Fieber“ unter die Lupe genommen hatte. Wenn Fieber keine Krankheit ist, was ist es dann? Fieber ist zweierlei: Zum ersten ist es ein Symptom; zum zweiten ist es eine notwendige immunologische Schutzfunktion, die zwar unspezifisch, dafür aber schnell einsetzt, um eine etwaige Bedrohung an der Ausbreitung zu hindern. Denn bei einer Infektion, viral oder bakteriell, bewirkt eine Erhöhung der Kerntemperatur des Körpers einen Wachstumsstopp für das Gros der Erreger, die in der Regel nur bei 37 Grad Celsius optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Die Erhöhung der Körpertemperatur von nur einem halben Grad schränkt diese Erreger bereits ein in ihrer Fähigkeit, sich zu vermehren. Bei noch höheren Temperaturen ist sogar in der Regel ihre Lebensfähigkeit bedroht.

Was mache ich also, wenn ich nicht die Infektion, sondern das Fieber bekämpfe? Ich schalte ein Symptom ab und schaffe damit für die Erreger genau die Bedingungen, die sie für ein optimales Gedeihen und Vermehrung benötigen. Damit hätte ich aus medizinischer Sicht gesehen zwar ein Medikament eingenommen (das fiebersenkende Medikament), aber die Infektion bleibt durch die Medikation unbehandelt. Und ich habe durch die Medikation eine Art „Miniatur-Immunschwäche“ erzeugt, die das Immunsystem in der Folge vor eine noch härtere Aufgabe stellt.

Gleichzeitig mit dem Fieber produziert der Organismus antivirale Substanzen, wie Interferon, und erhöht die Zahl und Mobilität von weißen Blutkörperchen, die ebenfalls an der Bekämpfung der Infektion beteiligt sind. Auch diese Schiene der Infektionsabwehr wird durch fiebersenkende Medikamente blockiert. Diese Strategie, wen wundert es, ruft geradezu nach unheilvollen Konsequenzen.

Das fehlende Fieber der „Spanischen Grippe“

Aspirin ist ein gerne verschriebenes Medikament, auch wenn es darum geht, Fieber zu senken. Die Substanz ist „uralt“, denn sie wurde 1899 von Bayer in den Verkehr gebracht. Zu diesem Zeitpunkt galt die Substanz als Schmerzmittel und Fiebermittel. Und der Erfolg dieser Substanz war nicht weg zu diskutieren. Nicht zuletzt deshalb wurde Aspirin ein so überaus großer Erfolg.

Im Jahr 1918 zur Zeit der „Spanischen Grippe“ bestand bereits kein Patentschutz mehr für die Acetylsalicylsäure. Mit dem Auftreten dieser Grippe hatten die Mediziner also ein relativ preiswertes und scheinbar effektives Medikament in der Hand, um das Grippefieber und damit verbundene Schmerzen zu „therapieren“. Und diese Form der Therapie gegen die Grippe wurde weiterhin propagiert, besonders von den Aspirin-Anbietern. Aber auch Gesundheitsbehörden und eine Reihe von medizinischen Organisationen und Dachverbänden reihten sich in die lange Liste von Befürwortern dieser Therapieoption ein.

Veröffentlichungen aus dieser Zeit zeigen, dass zum Beispiel die JAMA ein Gramm Aspirin alle drei Stunden als Standardtherapie empfiehlt. Das entspricht zweimal die Tagesdosis, die heute als „sicher“ angesehen wird. Es gibt sogar Belege, dass bestimmte medizinische Autoritäten bis zu 30 Gramm Acetylsalicylsäure pro Tag bei einer Grippe empfahlen. Und historische Belege aus Großbritannien zeigen, dass auch hier Hochdosis-Therapien mit Acetylsalicylsäure empfohlen worden, die bei bis zu 1,3 Gramm pro Gabe lagen. Angaben zur Häufigkeit der Gabe pro Tag liegen leider nicht vor. Es gibt allerdings individuelle Fallberichte, wo jede Stunde 1,3 Gramm dem Patienten verabreicht wurden, und das über zwölf Stunden nonstop.

Schon unter den heute eingesetzten Dosierungen, die deutlich unter dem liegen, was damals als Standard angesehen wurde, gibt es eine Fülle von Nebenwirkungen, die gerne verschwiegen werden, aber nichtsdestotrotz „evidenzbasiert“ vorhanden sind: Aspirin – Die Acetylsalicylsäure [ASS] Nebenwirkungen & Wechselwirkungen.

Darum ist es nicht verwunderlich, warum bei diesen extremen Dosierungen während der „Spanischen Grippe“ erstaunlich viele junge Menschen verstarben. Mit ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass das Militär Aspirin in großen Mengen aufgekauft hatte und dann Infizierte mit dem Medikament „therapierte“. Eine Grippeinfektion gefährdet in der Regel keine jungen und ansonsten gesunden Menschen, sondern eher Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit einer Immunschwäche. Während der „Spanischen Grippe“ waren es aber bevorzugt Menschen zwischen 18 und 40 Jahren, also eine Altersgruppe, die im Militär häufig zu finden ist.

Viele dieser Todesopfer verstarben an einer Lungenentzündung. Sie wiesen signifikante Mengen an Blutungen in den Lungen auf, was auf eine typische Nebenwirkung von Aspirin hinweist, das als typische Nebenwirkung eine erhöhte Blutungsneigung mit sich bringt.

Auf der anderen Seite verstarben auffällig wenig Kleinkinder während der Epidemie. Der Grund hierfür war, dass zu diesem Zeitpunkt Aspirin nicht zur Behandlung von Kleinkindern empfohlen wurde, sondern stattdessen kalte Wadenwickel, Baden im kalten Wasser etc.

Neben Aspirin kamen auch noch andere, nicht weniger gefährliche Substanzen zum Einsatz, die die damalige Schulmedizin als „Therapie“ bezeichnete: Chinin, arsenhaltige Verbindungen etc.

Daher erscheint es nicht verwunderlich, warum während der „Spanischen Grippe“ im Jahr 1918 derartig viele Todesopfer zu beklagen waren. Wie es aussieht, war nicht die Grippe die Ursache für das hohe Ausmaß der Todesopfer, sondern die dilettantische und leider „umfassende“ medizinische Versorgung, die das Immunsystem schwächte und den Organismus mit massiven Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente belastete.

Und heute?

Heute scheint sich nur wenig geändert zu haben. Die „Spanische Grippe“ und deren Millionen von Todesopfern gelten immer noch als „Beweis“ für die Notwendigkeit schulmedizinischer Intervention, sei es in Form von entsprechenden Impfungen oder im Erkrankungsfall der Gabe von den Medikamenten, die seinerzeit für das riesige Unheil verantwortlich zu machen sind. Glücklicherweise ist man in der Schulmedizin davon abgerückt, diese extrem hohen Dosen einzusetzen. Aber auch das ändert nichts an der kontraproduktiven Vorgehensweise dieser „Therapie“.

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Homöopathie bei Grippe?

Eine historische Erhebung aus dem Jahr 1919, durchgeführt von einem gewissen Dr. Dewey, ermittelte die Zahl von homöopathisch arbeitenden Institutionen und Universitäten und die Häufigkeit von Todesfällen, verursacht durch die „Spanische Grippe“ in diesen Institutionen. Der Report zeigt 6600 Fälle einer Grippeinfektion, von denen 55 Patienten verstarben, also weniger als ein Prozent! Weiter entdeckte Dr. Dewey, dass die durchschnittliche Todesrate in den homöopathisch arbeitenden Institutionen bei 4,1 Prozent lag (von 110.000 Patienten), während die Todesraten in „normalen“ Krankenhäusern bei 30 Prozent lagen.

Weiter gibt es einen Bericht [3] von einem in Chicago arbeitenden homöopathischen Arzt, der 8000 Arbeiter unter homöopathische Therapie benennt, von denen nur ein Todesopfer aufgrund der Grippe zu beklagen war. Der Arzt bemerkte dabei, dass homöopathisches Gelsemium die einzige Formulierung war, die hier zum Einsatz gekommen ist.

Ein weiterer homöopathisch arbeitender Arzt aus dieser Zeit war Dr. McCann. Er berichtete 1921 auf einem Homöopathiekongress [4] , dass 24.000 Fälle von Grippe, die mit schulmedizinischen Methoden behandelt wurden, eine Mortalitätsrate von 28,2 Prozent aufwiesen. Dagegen 26.000 Fälle, mit Homöopathie behandelt, wiesen eine Mortalitätsrate von nur 1,05 Prozent auf.

Vier der führenden Krankenhäuser in New York zu dieser Zeit arbeiteten intensiv mit Homöopathie. Ein gewisser Dr. Copeland, der später Senator wurde, berichtete stolz, dass diese Krankenhäuser weltweit die geringsten Todeszahlen vorweisen konnten [5]. Dr. Copeland war Initiator einer Gesetzgebung, die es der FDA erlaubte, die Zulassung von neuen Arzneimitteln zu überwachen und regulieren. Außerdem war er dafür verantwortlich, dass die Homöopathie und homöopathische Arzneimittel in den USA als legale, gesetzlich anerkannte Behandlungsform erhalten blieben.

Dies sind nur einige wenige Belege [6], wie effektiv die Homöopathie auch bei Infektionen wirkt. Sie wirkt auch bei anderen Infektionen, wie Typhus, Gelbfieber, Cholera, Scharlach etc.

Aber diese Berichte sind keine Märchen aus vergangenen Tagen. Entsprechende Studien aus der jüngeren Vergangenheit haben die „alten Märchen“ als richtig verifizieren können. So existieren zum Beispiel drei große placebokontrollierte klinische Studien, bei denen Oscillococcinum zum Einsatz kam. Diese homöopathische Medizin wird in Frankreich bevorzugt bei Grippe eingesetzt. Die Ergebnisse der klinischen Studien sind sehr überzeugend [7], [8], [9].

Die zuletzt zitierte Studie aus dem Jahr 1989 hatte zeigen können, dass 70 Prozent mehr Patienten sich innerhalb von 48 Stunden von einer Grippeinfektion erholten als Patienten, die mit einem Placebo „behandelt“ worden waren.

Sogar das Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichte einen Beitrag [10], der die Effektivität der Homöopathie bei Grippe unterstrich.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die homöopathische Formulierung von Oscillococcinum aus Lebern und Herzen von Enten gewonnen wird. Was hat es damit auf sich?

Aus Berichten der Biologie und Epidemiologen geht hervor, dass Enten eine große Palette an Grippeviren in ihrem Verdauungstrakt beherbergen. Daher gelten Enten als Vektor bei der Verbreitung von grippeartigen Viruserkrankungen, wie auch der berühmt-berüchtigten „Vogelgrippe“.

Enten sind auch in der Lage, Menschen und Hühner zu infizieren. Infizierte Hühner sterben praktisch zu 100 Prozent. Enten dagegen scheinen immun zu sein. Damit liegt die Vermutung nahe, dass diese Immunität der Enten gegen die Grippeviren auf das homöopathische Präparat übertragen wird. Und die Tatsache, dass Oscillococcinum seit 1928 von homöopathisch arbeitenden Ärzten bevorzugt eingesetzt wird, legt den Verdacht nahe, dass die Homöopathie diesem Vektor mehr Beachtung schenkt und schenkte, der zur Verbreitung der Grippe beiträgt. Diese effektive und sichere Art der homöopathischen Behandlung hat inzwischen eine Geschichte von über 100 Jahren.

Fazit

Die Homöopathie bei Infektionen, speziell Grippeinfektionen, ist immer dann unwirksam und Gegenstand von Quacksalberei, wenn man gewissenhaft und zuverlässig alle existierenden Erfahrungen und inzwischen sogar naturwissenschaftlichen Arbeiten ignoriert und ausklammert. Das, was wir heute aus wissenschaftlicher Sicht über die Wirksamkeit von Homöopathie bei einer Grippeinfektion wissen, ist so erstaunenswert, vor allem wenn man einen direkten Vergleich mit der Effektivität schulmedizinischer Bemühungen durchführt.

Es ist also wenig überraschend, dass Schulmedizin und deren Freunde die Homöopathie nachhaltig bekämpfen müssen/wollen. Denn die direkten Vergleiche haben in der Regel bislang zeigen können, dass die Anklagepunkte gegen die Homöopathie weniger auf sie, dafür aber eigentlich voll und ganz auf die schulmedizinische Praxis zutreffen. Oder mit anderen Worten: Die Homöopathie ist in vielen Bereichen, so auch hier, nicht nur ein ernst zu nehmender Konkurrent, sondern ein ums andere Mal der Schulmedizin um etliche Nasenlängen voraus.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter “Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.” dazu an:

Dieser Beitrag wurde erstmalig am 10.05.2022 erstellt.

Quellen: 

[1] MMR-Impfung und Autismus – Also doch!
[2] Why have three long-running Cochrane Reviews on influenza vaccines been stabilised? | Cochrane Community 
[3] Clinical Medicine – dewey.doc 
[4] Journal of the American Institute of Homœopathy. … c.1 v.14 1921 Jul-Dec. – Full View | HathiTrust Digital Library | HathiTrust Digital Library 
[5] Copeland’s Cure: Homeopathy and the War Between Conventional and Alternative … – Natalie Robins – Google Books 
[6] The Homeopathic Revolution: Why Famous People and Cultural Heroes Choose … – Dana Ullman – Google Books
[7] OscillococcinumR in patients with influenza-like syndromes: A placebo-controlled double-blind evaluation – ScienceDirect 
[8] A controlled evaluation of a homoeopathic preparation in the treatment of influenza-like syndromes. – PubMed – NCBI 
[9] A controlled evaluation of a homoeopathic preparation in the treatment of influenza-like syndromes. 
[10] Notes and News – ScienceDirect 

Beitragsbild: Fotolia – ladysuzi

Naturheilmittel oder Medikamente der Pharma?

Diese Arbeit kann mit Fug und Recht als einmalig beziehungsweise erstmalig bezeichnet werden. Denn sie untersucht als erste Studie ihrer Art die Unterschiede und Wirksamkeiten von natürlichen Heilmitteln auf der einen Seite und pharmazeutischen Produkten auf der anderen Seite – und zieht Bilanz.

Die Autoren halten fest, dass immer noch die Meinung besteht, dass natürliche Heilmittel von der Schulmedizin in der Regel als Placebo angesehen werden. „Radikalere“ Vertreter dieser Medizinrichtung sprechen auch oft von Quacksalberei, Scharlatanerie oder sogar von kriminellen Machenschaften auf Kosten der Gesundheit der damit behandelten Patienten.

Die Autorengruppe der National University von Singapur (NUS) und der Tsinghua Universität zeichnen hier ein wesentlich differenzierteres Bild. Sie zeigten, dass biologisch aktive Substanzen als Kombination in natürlichen Produkten den gleichen Wirkungsgrad erreichen können wie synthetische Medikamente gegen Krebs und gegen Infektionen.

Sie müssen jedoch in größeren Mengen eingenommen werden und über einen längeren Zeitraum.

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Diese Kombinationen beinhalten Präparate aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie Realgar-Indigo naturalis, welches gute Wirkung bei Leukämie bietet, wie u.a. folgende Studien zeigen:

Oral Realgar-Indigo Naturalis Formula Achieved Comparably High Rate of Remission and Survival to Intravenous Arsenic Trioxide As a Front-Line Treatment in Newly Diagnosed Acute Promyelocytic Leukemia: A Multi-Center Randomized Trial APL07

und

Dissection of mechanisms of Chinese medicinal formula Realgar-Indigo naturalis as an effective treatment for promyelocytic leukemia

Wedelia chinensis zeigt gute Wirkung bei entzündlichen Prozessen, Studie:

Dietary Uptake of Wedelia chinensis Extract Attenuates Dextran Sulfate Sodium-Induced Colitis in Mice.

Und schwarzer Tee wird in Japan zur Behandlung einer Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) eingesetzt:

Antibacterial activity of tea (Camellia sinensis) and coffee (Coffee arabica) with special reference to Salmonella typhimurium

Die Autoren untersuchten 1601 Studien, die mit natürlichen Produkten durchgeführt worden waren. Diese wurden mit 190 synthetischen Substanzen aus der pharmazeutischen Produktion verglichen. Es stellte sich heraus, dass die natürlichen Substanzen 10- bis 100-mal schwächer wirksam waren als die synthetischen.

Von daher schlossen sie, dass eine Kombination der natürlichen Substanzen eine ähnlich starke Wirksamkeit erlangen kann wie die synthetischen Präparate. Allerdings sind die Chancen dafür bei den momentan eingesetzten Praktiken in der alternativen Medizin als eher schlecht einzuschätzen.

Prof. Chen sagte, dass es Aussagen gibt, die behaupten, dass natürliche Präparate lediglich einen Placeboeffekt haben. In der Studie der Autoren jedoch untersuchten die Wissenschaftler mehr als 100 Arten von Kombinationen von natürlichen Substanzen, die als die Geeignetsten erschienen. Hier zeigte sich, dass diese Kombinationen in ihrer Wirksamkeit mit den synthetischen Präparaten „mithalten“ konnten. Die Chancen jedoch, solch effektive Kombinationen zu finden, die auf traditionellen Methoden basieren, liegt bei 3 Prozent und darunter. Denn die verwendeten natürlichen Substanzen müssen ein Mindestmaß an Wirksamkeit besitzen und in der richtigen Kombination mit anderen natürlichen Substanzen eingesetzt werden.

Wie sähe also der nächste Schritt wissenschaftlicher Forschung aus, um auf diesem Gebiet Fortschritte zu machen?

Die Ergebnisse dieser Studie sind mit Sicherheit eine gute Basis für weitere Studien zu diesem Themenkomplex über die klinische Wirksamkeit von pflanzlichen Arzneien und deren Einsatz allein oder in Kombination bei der Behandlung von Krankheiten. Das Team jedenfalls hat schon neue Projekte diesbezüglich angekündigt. Im Vordergrund wird dann stehen, welche Parameter die Effektivität der natürlichen Produkte auf das Wirkniveau der synthetischen Medikamente erhöhen können. Vor allem werden die Autoren vornehmlich häufig eingesetzte pflanzliche Produkte und häufig verschriebene traditionelle Arzneimittel untersuchen.

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Dieser Beitrag wurde am 10.05.2022 erstellt.

Quelle:

What Does It Take to Synergistically Combine Sub-Potent Natural Products into Drug-Level Potent Combinations?

Beitragsbild: stockxpert.com – Medikamente

Kurkuma und Blutverdünner – passt das zusammen?

Kurkuma ist eine erstaunliche Pflanzenart mit einem weiten Spektrum für gesundheitliche Vorteile. Ein Beitrag von mir zählt das breit gefächerte Spektrum von Wirksamkeiten von Kurkuma auf:

Kurkuma – Die erstaunlichen Heilwirkungen der Gelbwurz.

Eine dieser mannigfaltigen Wirkungen bezieht sich auf die „Blutverdünnung“ durch Kurkuma, die keine eigentliche Verdünnung des Blutes ist, sondern die Koagulationsneigung (Verklumpungsneigung) der Thrombozyten (Blutplättchen) herabsetzt.

Über diesen Mechanismus wird das Risiko für die Entstehung von Thromben (Blutklumpen) reduziert und damit indirekt (theoretisch) die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkte und/oder Schlaganfälle vermindert.

Im Gegensatz dazu steht die „Blutverdünnung“ durch schulmedizinische Medikamente, die in die Biochemie der Gerinnungskaskade eingreifen. Hierbei wird die Entstehung von Gerinnungsfaktoren unterdrückt. Heparin dürfte der bekannteste Vertreter dieser Medikamentenklasse sein.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob eine kombinierte Gabe eines Kurkuma-Präparats mit einem schulmedizinischen Präparat nicht möglicherweise zu viel des „Guten“ sein könnte. Einige Kurkumin-Anbieter im Internet versehen ihre Produktwerbung mit einem Warnhinweis, der wie folgt lautet:

„Sollten Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, empfehlen wir Ihnen, vor der Einnahme von curcuminhaltigen Produkten mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten.“ (myfairtrade.com/curcumin/curcumin-forte.html)

Denn es besteht der Verdacht, dass die „blutverdünnende“ Wirksamkeit der schulmedizinischen Präparate durch den Einsatz von Kurkumin verstärkt werden könnte. Vielleicht kommt es zu additiven oder sogar potenzierenden Effekten, die dann zu einer erhöhten Blutungsneigung führen könnten, bis hin zu unkontrollierbaren Blutungen, die zum Tode führen.

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Gibt es Wechselwirkungen?

Die gängige Literatur zu Kurkuma ist voll von Hinweisen, dass eine Kombination mit schulmedizinischen Antikoagulantien zu einer erhöhten Blutungsneigung führt oder führen kann. Das Gemeinsame dieser einschlägigen Literatur ist, dass diese „Hypothese“ nicht mehr mit entsprechenden wissenschaftlichen Quellen belegt wird, sondern wie eine Tatsache gehandhabt wird. Es entsteht fast der Eindruck, dass hier ein Gerücht weiterverbreitet wird. Und je weiter es verbreitet wird, desto „tatsächlicher“ wird es.

Ein typisches Beispiel hierfür bringt „News-Medical.net“[1] bei der Diskussion der Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln und Medikamenten mit blutverdünnenden Eigenschaften. Wir erfahren hier, dass nicht nur Kurkuma einen Einfluss auf die Blutgerinnung hat, sondern auch Fischöl, Omega-3-Fettsäuren, Knoblauch, Ginkgo etc. Sogar Alkohol kann die Wirkung von Antikoagulantien verstärken.

Eine Suche nach Belegen für diese Behauptungen wird mit einem einzigen Satz belohnt:

„Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, PT-INR-Werte im optimalen therapeutischen Bereich von 2,0 bis 3,0 zu erreichen, um 58 % höher ist, wenn Patienten, die VKA-Medikamente einnehmen, auf pflanzliche Präparate verzichten oder sie drei oder weniger Mal pro Woche einnehmen.“

Ein kurzer Ausflug: Was ist INR?

INR steht für „International Normalized Ratio“. Dies ist ein labormedizinischer Parameter, der eine Beurteilung verschiedener Blutgerinnungstests ermöglicht. Gemessen wird hier die Thromboplastinzeit (Quickwert). Die INR wird dann errechnet aus der Thromboplastinzeit für die Blutprobe des Patienten geteilt durch einen gegebenen Normwert.

Der von der WHO definierte Normbereich liegt zwischen 0,85 und 1,27. Bei einer Reihe von Erkrankungen und Therapie mit Antikoagulantien liegt der Zielbereich zwischen 2 und 3. Bei einem erhöhten Risiko für die Bildung von Blutklumpen kann der Zielbereich auf 4,5 angehoben werden. Erhöhte INR-Werte ohne medikamentöse Therapie können auf eine Lebererkrankung oder einen Vitamin-K-Mangel hinweisen.

Es gibt also Studien, die gezeigt haben wollen, dass die Einnahme von pflanzlichen Präparaten die medikamentöse Therapie (zu 58 %) stört und nur ein Verzicht zum gewünschten Ziel führt? Und welche Studien wären das gewesen? Eine Quellenangabe fehlt hier vollkommen, ebenso eine schlüssige Erklärung, wieso es hier zu dieser Störung kommen soll.

Ähnliches lässt sich auch auf deutschen Webseiten finden, zum Beispiel bei „Klartext-Nahrungsergänzung“[2].

Hier gibt es einen Beitrag zu Wechselwirkungen etc. von Nahrungsergänzungen. Unter dem Kapitel „Kurkuma, Gelbwurz, indischer Safran …“ wird als Wechselwirkung eine Wirkverstärkung von Blutverdünnern (Warfarin etc.) behauptet, gefolgt von einer Nummer (112), bei der es sich um eine Quellenangabe handelt, die zu einer englischsprachigen Webseite führt. Und diese Webseite behauptet wiederum, dass es diese Wirkverstärkung gäbe, gefolgt von drei Quellen zu Arbeiten, die dies belegen würden.

Eine dieser drei Arbeiten ist ein Fallbericht, auf den ich im folgenden Absatz näher eingehen werde (Fußnote 10).

Die zweite Arbeit[3] behandelt Kurkumin-Öl und dessen Einfluss auf Ischämien in der Herzmuskulatur nach Reperfusion und Thrombose. Hier taucht das Wort „Interaktionen“ oder  „Wechselwirkungen“ nicht ein einziges Mal auf. Vielmehr loben die Autoren das Öl als eine wirksame und sichere Alternative, um intravaskuläre Thrombosen zu verhindern.

Bei der dritten Arbeit[4] handelt es sich ebenfalls nicht um eine qualifizierte Studie. Auch diese Autoren stellen fest, dass Kurkumin die stärkste koagulationshemmende Wirkung bei einem Vergleich mit anderen natürlichen Substanzen mit blutverdünnenden Eigenschaften hat.

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Auf Spurensuche bei „Drugs.com“

Eine Recherche bei „Drugs.com“[5] ergab Folgendes: Im Absatz „Interaktionen“ bei Kurkuma wurden eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten notiert, die sich angeblich mit Wechselwirkungen von Kurkuma und Antikoagulantien beschäftigt hätten.

Auch hier wurde plakativ behauptet:

„Mittel mit thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften: Kräuter (gerinnungshemmende/thrombozytenaggregationshemmende Eigenschaften) können die unerwünschte/toxische Wirkung von Arzneimitteln mit thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften verstärken. Es können Blutungen auftreten. Eine Änderung der Therapie in Betracht ziehen.“

Danach wurden vier Quellen angegeben, aus denen diese Schlussfolgerung abgeleitet worden war.

Die erste Quelle[6] stammt aus dem Jahr 2010 und ist eine Übersichtsarbeit zu Nahrungsergänzungsmitteln, die möglicherweise mit Warfarin etc. interagieren können. 180 Nahrungsergänzungsmittel stehen 120 schulmedizinischen blutverdünnenden Präparaten gegenüber. Eins davon ist Kurkumin. Am Schluss der Zusammenfassung schreibt der Autor, dass mehr Studien benötigt würden, um die Mechanismen und Wechselwirkungen überhaupt zu verstehen.

Fazit: Das ist keine klinische Studie, die Wechselwirkungen gezeigt hat (oder Wechselwirkungen hat ausschließen können). Für eine wissenschaftliche Beurteilung ist diese Arbeit kein Maßstab.

Die zweite Quelle[7] aus dem Jahr 2012 schließt sich diesem Format an: Keine klinische Studie, sondern nur ein Review = Nacherzählung dessen, was andere bereits an Hypothesen verbreitet hatten.

Die dritte Quelle[8] ist fast noch „abenteuerlicher“: Hier geht es um Zahnärzte, die ihren Patienten die Zähne ziehen, wobei es naturgemäß zu Blutungen kommt. Hier gibt es dann für den Zahnarzt einiges zu beachten, unter anderem auch die Einnahme von „Blutverdünnern“.

Der Rat der Autoren an den Zahnarzt lautet hier, blutverdünnende Nahrungsergänzungsmittel zwei Wochen vor dem Zähneziehen abzusetzen. Eine wissenschaftliche Begründung wird nicht geliefert. Auch hier geht man davon aus, dass derartige Nahrungsergänzungsmittel problematisch sein müssen.

Die vierte Quelle[9] ist ebenfalls ein Review, bei dem Datenbanken nach Wechselwirkungen zwischen natürlichen Substanzen und Medikamenten abgefragt wurden. Es geht hier also nicht speziell um Kurkuma und dessen Einfluss auf die Blutgerinnung und ist damit noch weniger geeignet, diesbezüglich zuverlässige Aussagen zu machen.

Eine einzige Arbeit[10], die spezifische Aussagen zu diesem Thema machte, kommt aus Frankreich aus dem Jahr 2014. Allerdings ist dies auch keine klinische Studie. Vielmehr handelt es sich hier um eine Fallbeschreibung, bei der eine mögliche Interaktion zwischen einem Vitamin-K-Antagonisten (Fluindione) und Kurkuma beschrieben wurde.

Die Zusammenfassung beschreibt eine Erhöhung von INR bei dem fraglichen Patienten. Es gibt aber keine konkreten Angaben zur Zahl. Stattdessen schließen die Autoren, wie wichtig es doch sei, Nahrungsergänzungsmittel und deren Nebenwirkungen scharf im Auge zu behalten. Der vollständige Text dieser „Studie“ wurde indes nicht bereitgestellt.

Ungewöhnlicherweise gibt es dafür bei „Drugs.com“ etwas mehr an Informationen zu dieser Arbeit. Die 56-jährige Patientin hatte 2,5 Gramm Kurkuma täglich für die Dauer von fünf Tagen und gleichzeitig den Vitamin-K-Antagonisten Fluindione eingenommen.

Daraufhin war die ursprüngliche INR von 2 oder 3 auf 6,5 gestiegen. An dieser Stelle würde man davon ausgehen dürfen, dass diese Patientin Blutungen erlitten hätte. Laut Bericht jedoch gab es keinerlei klinische Anzeichen für solche Blutungen.

Kann man Kurkuma und Antikoagulantien-Präparate kombinieren?

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Erkenntnisse diesbezüglich, weil sich anscheinend niemand die Mühe gemacht hat, diese Frage durch entsprechende Studien zu beantworten.

Anstelle von klinischen Studien sind dann Hypothesen als vermeintliche Tatsachen getreten, dass die Antikoagulantien der Schulmedizin und der blutverdünnende Effekt von Kurkuma zu viel des „Guten“ und daher schlecht seien. Und das, obwohl die Wirkmechanismen von Vitamin-K-Antagonisten und Kurkuma bei der Koagulationshemmung vollkommen verschieden sind.

Mein Fazit: In Anbetracht der Tatsache, dass es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Aussagen gibt, sollte man in diesem Fall die notwendige Vorsicht walten lassen. Und die besteht darin, erst einmal anzunehmen, dass hier additive Effekte auftreten können, auch wenn es Hinweise auf das Gegenteil gibt. Aber der eine Fallbericht aus Frankreich dürfte nicht ausreichen, um hier anderslautende Hypothesen aufstellen zu können.

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Dieser Beitrag wurde am 08.05.2022 erstellt.

Quellen:

[1] (news-medical.net/health/Anticoagulant-Food-Drug-Interactions.aspx)
[2] Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen von Nahrungsergänzungen | Klartext Nahrungsergänzung
[3] Anti-platelet effects of Curcuma oil in experimental models of myocardial ischemia-reperfusion and thrombosis – PubMed
[4] Inhibitory effect of compounds from Zingiberaceae species on human platelet aggregation – PubMed
[5] Turmeric Uses, Benefits & Dosage – Drugs.com Herbal Database
[6] Antithrombotic Effects of Naturally Derived Products on Coagulation and Platelet Function | SpringerLink
[7] Anticoagulant activity of select dietary supplements – PubMed
[8] An examination of the bleeding complications associated with herbal supplements, antiplatelet and anticoagulant medications – PubMed
[9] Clinical Evidence of Herb-Drug Interactions: A Systematic Review …: Ingenta Connect
[10] Probable Interaction Between an Oral Vitamin K Antagonist and Turmeric (Curcuma longa) – ScienceDirect

Aluminium im Grünen Tee? Wo kommt das denn her?

Am 23. März 2022 erschien ein interessanter Test[i] von Grünem Tee seitens der „Stiftung Warentest“. Insgesamt wurden 24 verschiedene Marken von Grüntees zum Aufbrühen sowie drei Matcha-Produkte getestet. Worauf?

Pyrrolizidinalkaloide, einer von Pflanzen synthetisierten Substanz, die sie vor Fressfeinden schützen. Pyrrolizidinalkaloide sind lebertoxisch und damit für Tier und Mensch gleichermaßen gefährlich.

Pestizide

Anthrachinon, einem seit Januar 2009 in der EU nicht mehr zugelassenen Pflanzenschutzmittel wegen des Verdachts der Kanzerogenität.

Chlorat

und Aluminium, welches in einem früheren Test von 2015 nicht getestet wurde.

Der Beitrag der „Stiftung Warentest“ erwähnt zu Beginn seiner Ausführungen eine Reihe von positiven gesundheitlichen Effekten, die dem Grünen Tee nachgesagt werden, wie zum Beispiel die Vorbeugung gegenüber Herzinfarkt und Krebs. Grüner Tee soll auch bei der Gewichtsreduktion helfen und gegen Karies schützen.

Ich hatte dazu einige ausführliche Beiträge veröffentlicht:

Grüner Tee – 7 Dinge die Sie wissen sollten – Yamedo
Grüner Tee schützt vor Alzheimer und Demenz – Doch Vorsicht!
Gesundheitsbewusste Personen trinken grünen Tee statt Kaffee

Was ich noch kaufe, wenn ich Grünen Tee kaufe

Leider gibt es die Testergebnisse von „Stiftung Warentest“ nicht gratis. In der kostenlosen Veröffentlichung (siehe Link in Fußnote) stellt die Stiftung fest, dass alle Grünen Tees Aluminium enthalten. Der Grund dafür ist, dass die Pflanze in der Lage ist, im Boden enthaltenes Aluminium aufzunehmen und zu speichern. So gelangt das Metall in den Tee.

Wir erfahren auch, das drei Produkte besonders belastet sind, und dass daher der Genuss dieser Produkte mit Einschränkungen einhergehen sollte.

Um welche Produkte handelt es sich?

„T-Online“[ii] hat ebenfalls dankenswerterweise den „Stiftung Warentest“-Test besprochen und „verpetzt“ jetzt kostenlos die kostenpflichtigen Testergebnisse. Hier erfahren wir, welches die drei Produkte mit den höchsten Konzentrationen an Aluminium sind:

„Matcha Tee“ von dm-Bio, der „Feinster Grüner Tee“ von Teekanne und der „Fair Bio-Grüner Tee“ von Aldi Nord.

Warum es Produkte mit hohen Aluminium-Konzentrationen gibt und andere Produkte mit geringeren Konzentrationen, dürfte im Wesentlichen an der Bodenbeschaffenheit liegen. Allerdings erhebt sich die Frage, wieso und weshalb unterschiedliche Aluminium-Konzentrationen in den Böden zu beobachten sind. Ich hatte zu dieser Frage einen Beitrag veröffentlicht:

Aluminium – Das Problem und die Entgiftung

Es scheint eine Menge an Ursachen zu geben, wie Aluminium in die Umwelt gelangt. Die meisten davon sind durch Menschen verursacht. Sogar Medikamente, wie Antazida, oder Deodorants enthalten Aluminiumverbindungen:

Aluminium macht krank und bringt Menschen um – Yamedo

Als weitere mögliche Quelle werden Chemtrails diskutiert:

Chemtrails – Phantasie oder Wirklichkeit? Oder ist die Verschwörung komplett? – Yamedo

Ob es jetzt wirklich Chemtrails[iii] sind, die die Luft mit Aluminium anreichern oder einfach nur „ganz normale“ Luftverschmutzungen, die sich dann praktisch auf täglicher Basis ereignen, bliebe noch zu erörtern. Jedenfalls scheint es alte Berichte des „Bayerischen Landesamt für Umwelt“ zu geben, die unter anderem von hohen Aluminium-Konzentrationen im Rahmen eines „lufthygienischen Jahresberichts“[iv] in der Luft reden, die für die Jahre 2004-2015 vorliegen.

Nicht nur Aluminium

Die Produkte von Teekanne und Aldi Nord fielen nicht nur durch hohe Konzentrationen an Aluminium auf. Sie enthielten ebenfalls Anthrachinon. Angeblich waren die entdeckten Mengen so gering, dass sie unterhalb des „EU Grenzwertes“ lagen.

Alle Produkte enthielten mehr oder weniger hohe Konzentrationen an Chlorat und Pyrrolizidinalkaloide, die allerdings ebenfalls deutlich unter den „EU Grenzwerten“ lagen.

Die Testsieger

Es gibt nur zwei Produkte, bei denen die wenigsten Schadstoffe gefunden wurden. Dies sind der lose Tee „505 Grüner Tee China Gunpowder“ von Tee Gschwendner und der Beuteltee „Grüner Tee“ von Rewe Bio. Die „Stiftung Warentest“ beurteilte beide Tees mit der Note „gut“.

Insgesamt kommt die „Stiftung Warentest“ zu der Erkenntnis, dass die Ergebnisse des neuen Tests besser ausfallen als die des Tests im Jahr 2015. Das ist ermutigend, aber auch ein wenig fragwürdig, da 2015 kein Aluminium gemessen wurde. Daher lässt sich nicht bestimmen, ob sich in diesem Bereich etwas verbessert oder verschlechtert hat. Aber auch die „Stiftung Warentest“ gibt zu bedenken, dass „nicht alles gut“ sei.

Bei den Testergebnissen für Aluminium halte ich das für gerechtfertigt.

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Beitragsbild: fotolia.com – NataliTerr

Dieser Beitrag wurde am 19.04.2022 erstellt.

Quelle:

[i]      Grüner Tee und Matcha im Test | Stiftung Warentest
[ii]     Grüner Tee: Stiftung Warentest findet drei Tees mit hoher Aluminium-Belastung
[iii]   Die Chemtrail-Verschwörung – Ein Thema mit Brisanz. Fragen nicht erwünscht.
[iv]    Bayern: Katastrophale Konzentration von Aluminium, Barium und Arsen in der Atemluft amtlich bestätigt! – Die Stunde der Wahrheit